25 Absolventen der Landwirtschaftsschule wurden feierlich als „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ aus der Fachschule entlassen. Die besten Leistungen wurden mit Ehrenpreisen gewürdigt, darunter Marco Kiener aus dem Landkreis Schwandorf als bester Absolvent.

„Aufstieg in die nächste Liga der Landwirtschaft“ – Welche Absolventen wurden geehrt und besonders ausgezeichnet? Feierliche Stimmung herrschte Ende März in der Landwirtschaftsschule Weiden: 25 Absolventen wurden in einem festlichen Rahmen verabschiedet und erhielten ihre Zeugnisse als „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“ sowie den Titel „Bachelor Professional in Agrarwirtschaft“.

Die Veranstaltung wurde von der Kreismusikschule unter Leitung von Karl Wildenauer festlich mit Musik umrahmt. Der Schulleiter Gerhard Gradl betonte in seiner Ansprache die guten Leistungen der Absolventen und merkte zu Beginn seiner Rede an, dass die Landwirtschaftsschule so alt ist wie der Suezkanal, der auch im November 1869 eröffnet wurde. Die Schule hat mittlerweile ein sehr großes Einzugsgebiet: Die Schüler kommen aus 5 verschiedenen Landkreisen und einer kreisfreien Stadt: von Neumarkt bis Tirschenreuth.
Unter den Schülerbetrieben sind 23 Vollerwerbsbetriebe und 2 Nebenerwerbsbetriebe. Im Durchschnitt bewirtschaften die Schülerbetriebe 103 ha LF/Jahr. Im Semester hatten wir vor allem Milchviehbetriebe mit durchschnittlich 80 Kühen je Betrieb und über 9000 kg Milchleistung je Kuh und Jahr. In der Summe erzeugen diese Betriebe stattliche 11 Mio. kg Milch im Jahr.

Besondere Würdigung für die besten Absolventen
Besondere Würdigung erhielten die drei besten Absolventen: Marco Kiener aus Unterauerbach bei Nabburg (Note 1,18), Sebastian Lehner aus Preißach bei Trabitz (Note 1,62) und Johannes Kellner aus Schafbruck bei Waldershof (Note 1,68). Die drei besten Absolventen erhielten aus der Hand von BBV-Vizepräsidenten Ely Eibisch zusätzlich zum Bildungsgutschein des StMELF auch noch den BBV-Bildungsgutschein für Persönlichkeitsbildung in Herrsching oder Grainau. Den Tierpreis des Rinderzuchtverbandes für die beste Prüfung im tierischen Bereich erhielt Marco Kiener. Den Spaten für die besten Leistungen im Fach Pflanzenbau bekam ebenfalls Marco Kiener. Weitere Preise und Sachspenden wurden von Banken und Sparkassen sowie dem Maschinenring und dem KS-Landservice für die Absolventen bereitgestellt.
Neben der feierlichen Zeugnisvergabe kamen auch die Ehrengäste zu Wort. Stellvertretender Landrat Albert Nickl und Dr. Benjamin Zeitler von der Stadt Weiden gratulierten den Absolventen und betonten die Bedeutung einer fundierten Ausbildung und Fortbildung in der Landwirtschaft, sowie die besondere Stellung des Schulstandortes Weiden für die nördliche Oberpfalz.

Wirtschafterarbeit – eine zentrale Herausforderung
Die Schüler hatten in den vergangenen drei Semestern ein umfangreiches Programm absolviert, das sowohl theoretische als auch praktische Inhalte umfasste. Besonders die Erstellung der Wirtschafterarbeit stellte eine zentrale Herausforderung dar. Hier wurden die eigenen Betriebe analysiert und Optimierungsmöglichkeiten in den verschiedenen Betriebszweigen berechnet – beispielsweise zur Verbesserung der Grundfutterqualität und Milchleistung.
Zum Abschluss der Feier richtete der Schulleiter Gerhard Gradl ermutigende Worte an die Absolventen: „Vergessen Sie neben ZDF – Zahlen, Daten und Fakten – nicht die Bedeutung von ZLF – Zuwendung, Liebe und Fürsorge. Setzen Sie sich bewusst Ziele in beiden Bereichen, um nicht die Orientierung zu verlieren.“

Mit einem gemeinsamen Imbiss endete die Schulschlussfeier feierlich und voller Zuversicht für die Zukunft der jungen landwirtschaftlichen Fachkräfte.

Text zum Bild: Die landwirtschaftliche Fachschule Weiden entlässt 25 Schüler mit dem Titel „Staatlich geprüfter Wirtschafter für Landbau“. Foto Marie Bauer vom AELF Tirschenreuth-Weiden