Hat Jesus wohl Fußball gespielt? Eher nicht. Und doch zeigte der Familiengottesdienst in der Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit in Freihung, dass Fußball und christlicher Glaube mehr gemeinsam haben, als man vermutet. Unter dem Motto „1:0 für Team Jesus“ standen Fairness, Zusammenhalt und die Bereitschaft, einander zu vergeben, im Mittelpunkt. Mit Neuen Geistlichen Liedern, die die Gemeinde begeistert mitsang, entstand von Beginn an eine fröhliche Atmosphäre. Ein Höhepunkt war das Rollenspiel von sechs Kindergarten- und Grundschulkindern, das Birgid Baldauf und Birgit Koppmann einstudiert hatten. In mehreren kurzen Szenen zeigten sie typische Situationen aus dem Fußball, die sich auf den Alltag übertragen lassen: Ausgrenzung, Egoismus, ungerechte Entscheidungen, Versöhnung und die Angst zu versagen. Der Trainer stellte immer wieder den Bezug zu Jesu Botschaft her: Im Team Jesus ist jeder willkommen, Fehler dürfen passieren und jeder erhält immer wieder eine neue Chance. Gott liebt jeden so, wie er ist, unabhängig von Leistung und Erfolg. Mit dem gemeinsamen Satz „Jesus, danke, dass du unser Trainer bist“ endete das Anspiel, das die Gottesdienstbesucher aufmerksam verfolgten und mit Applaus bedachten. Auch die Fürbitten, die die Gedanken des Gottesdienstes aufgriffen, wurden von den Kindern vorgetragen. In seiner Predigt knüpfte Salesianerpater Alfred Lindner aus Ensdorf, der Pfarrer Benny vertrat, an das Evangelium vom Guten Hirten an und verglich Jesus mit einem guten Trainer, der niemanden zurücklässt, sondern sich besonders um diejenigen kümmert, die Hilfe brauchen. Bereits Apostel Paulus habe den Sport als Bild für das Leben verwendet. So wie ein Sportler trainieren und sich anstrengen müsse, brauche es auch im Zusammenleben Einsatz: füreinander da sein, fair miteinander umgehen und niemanden ausgrenzen. Mit dieser Botschaft ermutigte der Pater die Gottesdienstbesucher, Teamgeist und Nächstenliebe im Alltag zu leben und Mitmenschen bewusst mit Respekt und Offenheit zu begegnen. Als bleibende Erinnerung schenkte der Zelebrant der Pfarrgemeinde eine kleine Figur Jesu als Guten Hirten, die einen würdigen Platz in der Kirche finden wird. Zum Abschluss erhielten alle Kinder, Jugendlichen und Junggebliebenen ein Armbändchen mit dem Segensspruch: „Gott segne und behüte Dich“.