Mit einem fröhlichen Pfarrfest hat die Pfarrei St. Nikolaus Unterauerbach am vergangenen Sonntag den Weihetag ihrer Kirche gefeiert. Am 8. Juli 1920 wurde das Gotteshaus durch Bischof Antonius von Henle geweiht – ein Ereignis, das auch 106 Jahre später für die Pfarrgemeinde Anlass ist, diesen besonderen Tag gemeinsam zu begehen. Den Auftakt bildete ein feierlicher Festgottesdienst, den Pfarrer Josef Dotzler zelebrierte. In seiner Predigt stellte er die Bedeutung der Gemeinschaft heraus. Sie sei es gewesen, die vor über einem Jahrhundert den Bau der Kirche ermöglicht habe, und sie bilde auch heute das Fundament eines lebendigen Pfarrlebens. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Blaskapelle Auerbachtal mit schwungvollen rhythmischen Liedern. Im Anschluss verlagerte sich das Geschehen in den benachbarten Pfarrgarten, wo ein zünftiger Frühschoppen auf die zahlreichen Besucher wartete. Die Blaskapelle unterhielt die Gäste dort mit flotter bayerisch-böhmischer Blasmusik. Der Pfarrgemeinderat als Veranstalter freute sich über den großen Zuspruch. Besonders erfreulich war, dass auch viele ehemalige Pfarrangehörige die Gelegenheit nutzten, zum Pfarrfest in ihre alte Heimat zurückzukehren. Höhepunkt des Tages war das traditionelle „Gockerlfest”, bei dem die Ministranten der Pfarrei die Gockel höchstpersönlich und eigenhändig auf einem überdimensionierten Spezialgrill zubereiteten und damit für das leibliche Wohl der Gäste sorgten. Bei bestem Sommerwetter im Schatten der großen Laubbäume des Pfarrgartens wurde bis in den Nachmittag hinein gefeiert. Den Ausklang bildete ein gemütlicher Kaffeeplausch mit einer großen Auswahl an selbstgebackenen Kuchen und Torten – ein gelungener Abschluss eines rundum gemütlichen Pfarrfestes.