Seit fast 50 Jahren gibt es das Pfadfinder-Zeltlager schon, die Gemeinschaft St. Georg Sulzbach (GSG) zelebriert das Vater-Opa-Kind-Lager aus der Idee heraus, ohne die Mütter ein paar Tage Ferien zu machen. Es entwickelte sich zum größten seiner Art im Landkreis, oft mit mehr als 120 Teilnehmern.
Das Leitungsteam Stefan Gebhardt, Benni Sennfelder, Markus Schötz und Patrick Jeske wählte diesmal wieder die riesige Wiese am Ausee bei Hofenstetten (Neunburg vorm Wald). Die Zeltstadt entstand rund um das große Küchenzelt mit seiner achtköpfigen Mannschaft. Das Motto lautete heuer „Very British“, es ging um die Lebensart auf der Insel. So ersetzte ein fünf Meter hoher „Big Ben“ mit vier Uhren das Lagerkreuz.
Rund 85 Teilnehmer, sehr viele Kinder und Jugendliche, stürzten sich trotz der Hitze in diverse Aktivitäten, neben vielen See-Bädern: Da wurde der Big Ben bemalt, der Hyde-Park als Schattenspender nachgebaut und die britische Lebensart studiert. Mit Begeisterung bastelten sich alle ihre Steckenpferde aus Haselnuss-Stäben und einer alten Socke. Zum traditionellen Pferderennen in Ascot kam natürlich der König persönlich und startete die Läufe. Väter und Opas nahmen auf Vierer-Steckenpferden teil - eine Riesengaudi.
Das Küchenteam verwöhnte mit hitzeangepassten Gerichten und Snacks, traditionell gab es das berühmte Spanferkel aus dem Backofen, dem „Doppelten Heinrich“. Vorher allerdings ging es zum Gottesdienst, den der eigens angereiste Pfarrer Herbert Mader und Gemeindereferent Anton Rauch kindgerecht gestalteten. Rund zwei Dutzend Dorfbewohner folgten der Einladung und bekamen ihre Knödel mit Beilage. Sie setzten sich auch mit ans Lagerfeuer und erzählten ihre Geschichten etc.pp.
Ein großes Geländespiel mit der Suche nach den gestohlenen Kronjuwelen führte die GSGler auf den Aussichtsturm Hirschberg. Am letzten Tag lockten zahlreiche „britische“ Spiele im Lager. Gemeinsames Aufräumen und das Lied „Nehmt Abschied, Brüder“ beendeten traditionsgemäß den Saisonhöhepunkt.