GR Claudia Stöckl (Mitte) mit H. H. Domdekan em. Dr. Josef Ammer (1. v.l.), H. H. Stadtpfarrer Thomas Kopp (1.v.r.). (Bild: Rudolf Kastl)

„Lebendige Steine”: Zahlreiche Gläubige feiern Kirchweih und Dienstjubiläum in Altenstadt/WN

Das sonnige Wetter spiegelte den Anlass und die gottesdienstliche Atmosphäre am letzten Septembersonntag in der Neuen Pfarrkirche Altenstadt/WN wider. Mit einer sehr großen Anzahl von Gläubigen aus der gesamten Pfarreiengemeinschaft Neustadt-Altenstadt/WN wurde der 64. Weihetag des Gotteshauses und damit verbunden das silberne Dienstjubiläum von Gemeindereferentin Claudia Stöckl gefeiert. Die musikalische Umrahmung übernahm traditionell der Altenstädter Kirchenchor unter der Leitung von Marina Gmeiner, der zusätzlich eine kräftige Verstärkung aus den Chören von Neustadt/WN, Störnstein und Wilchenreuth erfuhr. Die Missa brève in C-Dur von Charles Gounod mit Streichern begleitete die Mitfeiernden als Ohrenschmaus im Geschehen der Eucharistiefeier. Nach dem Einzug begrüßte H. H. Stadtpfarrer Thomas Kopp die Anwesenden und führte in das Festgeheimnis ein. In seiner Predigt thematisierte er ausgehend von einem Wort des Apostels Petrus aus der zweiten Lesung „Lasst euch als lebendige Steine zu einem geistigen Haus aufbauen!” (1 Petr 2,5) die Frage, was einen Menschen zu einem „lebendigen Stein” in der Kirche Christi mache. Er dankte am Schluss seiner Ansprache der Jubilarin Claudia Stöckl, dass sie sich für diese Aufgabe in Dienst hat nehmen lassen und dies jeden Tag aufs Neue zum Wohl unserer Pfarreiengemeinschaft zu buchstabieren versuche. Vor dem Segen überreichte der Stadtpfarrer mit den beiden PGR-Sprechern Linda Schmauß und Ernst Wawra, der Gemeindereferentin einen Blumenstrauß, verbunden mit den herzlichsten Glück- und Segenswünschen auf viele weitere Jahre, gefolgt von langem Applaus der Gottesdienstbesucher. In Bezug auf die fertiggestellte Lichtererneuerungsmaßnahme dankte der Stadtpfarrer neben der Kirchenverwaltung, dem Pfarrgemeinderat und freiwilligen Helfern den ausführenden Firmen Elektro Dorner und Zimmerei Götz GmbH aus Parkstein sowie der Schreinerei Bernhard Kummer aus Meerbodenreuth für die äußerst zuverlässige und fachmännisch vorbildliche Arbeit.
Die Pilgergruppe der Pfarreiengemeinschaft auf ökumenischen Wegen in Wilchenreuth (Bild: Linda Schmauß)

Pilgerweg verband Kirchen und Menschen

Unter dem Leitwort „Wege der Gelassenheit” pilgerte die Pfarreiengemeinschaft Altenstadt /Neustadt WN mit den Exposituren Störnstein und Wilchenreuth durch ihre Kirchen und Kapellen. Stadtpfarrer Thomas Kopp begleitete die Gruppe bis Störnstein, Gemeindereferentin Claudia Stöckl bis Wilchenreuth und Pfarrvikar Dr. Kamwanya Kishimbe nach St. Felix in Neustadt. Lektorinnen und Kirchenmusiker aller Pfarreien trugen zum Gelingen bei. Wegen der Sanierung der Pfarrkirche Heilige Familie startete der Weg in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Das Pilgerlied „Licht des Lebens” und der Pilgersegen wiesen die Richtung. Jakobs Ringen am Jabbok stand dafür, eigene Grenzen anzunehmen und trotz offener Fragen weiterzugehen. Gedanken von Papst Johannes XXIII. prägten alle Stationen. In der Kapelle des Seniorenheims St. Martin ging es um Zurückhaltung und einen barmherzigen Blick auf andere. Der brennende Dornbusch erinnerte daran, dass Gottes Gegenwart Verletzungen nicht beseitigt, aber darin Hoffnung aufleuchten lässt. Die Kinder des Kindergartens St. Martin hatten liebevolle Erinnerungsstücke vorbereitet. Nach reichhaltiger Stärkung im Störnsteiner Pfarrheim lenkte die Andacht in St. Salvator den Blick auf Gottes leise Gegenwart. In den beiden St.-Ulrich-Kirchen in Wilchenreuth standen verantwortliches Handeln und Vertrauen auf Gottes Vorsehung im Mittelpunkt. Die evangelische Kirche, einst Gottesdienstraum beider Konfessionen, setzte ein sichtbares ökumenisches Zeichen. In der Kirche St. Felix lautete der Impuls, sich nicht von Angst lähmen zu lassen, sondern die eigenen Gaben entschlossen einzusetzen. Zum Abschluss feierte die Gruppe in St. Georg mit Stadtpfarrer Kopp Gottesdienst. Das Evangelium von den Arbeitern im Weinberg stellte Gottes Güte über menschliche Maßstäbe von Leistung und Verdienst. Die Predigt verband dies mit der Bitte um Gelassenheit, Mut zur Veränderung und Weisheit, beides zu unterscheiden. Beim gemütlichen Beisammensein in der Stadthalle klang der Tag aus.
 …geborgen und sicher im „Adlerhorst“  (Bild: Marianne Lebegern)

Walderlebnisraum aktiv und phantasievoll selbst gestalten

Der Kinderferienclub der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Altenstadt lud zur letzten „Aktiv sein“-Aktion in den Felixwald ein. Der Stadtförster Andreas Arnold begrüßte siebzehn naturbegeisterte Kinder. Sofort begann die erste Aufgabe; im Wald was Schönes – Hartes – Stachliges – Raues – Schweres – Duftendes – Weiches – Rundes – Glattes und etwas Leichtes zu suchen. Durch die Auswahl der vielen verschiedenen Materialien war die Aufgabe bald gelöst. Danach fragte Herr Arnold die Kinder, was ein Eichhörnchen wohl so alles für den Winterschlaf im Wald versteckt. Wer hat schon von einem Adlerhorst gehört bzw. wie sieht der aus? Wie kann er nachgebaut werden? Schnell wurden lange, dicke und dünne Äste, krumme Zweige, Blätter und Moos zu einem runden Geflecht zusammengetragen. Nach einiger Zeit war ein riesiges „Holznest“ entstanden. Alle nahmen in dem riesigen Horst Platz, lauschten den Erzählungen des Försters. Dieser fragte in die Runde, ob man ein rohes Ei auf verschiedene Art und Weise über einen riesigen Graben im Wald manövrieren kann, ohne dass es zu Bruch geht. Die Kinder entwickelten eine rege Fantasie, wie das Ei heil zur anderen Seite transportiert werden könnte. Es waren ganz tolle Ideen dabei, die sich die Kinder einfallen ließen, und bei den vielen kreativen Versuchen gingen von 10 Eiern nur zwei tatsächlich zu Bruch. Danach zogen sich alle wieder in die „Chill Area“ zurück und machten Brotzeit. Gestärkt ging es daran, ein Zelt aus Naturmaterialien zu bauen. Die Äste wurden geschickt eingeflochten und befestigt. Das innere Geflecht ausgeastet und mit dünnen Ästen ineinander verkeilt. Das Dach mit Blätterzweigen und moosbedecktem Holz verdichtet. Das machte wirklich enorm Spaß, ein so stabiles frei stehendes Naturzelt entstehen zu sehen. Stolz auf das Geschaffene und zufrieden über den Nachmittag in der freien Natur wurde sogar noch eine kleine Baumpflanzaktion gestartet. Hobbygärtner Johann Bäumler hat verschiedene zarte Ahorn- und Buchenpflanzen mitgebracht. Die Kinder waren begeistert, diese Pflanzen in der Erde zu verbuddeln. Alle waren sich einig – nächstes Jahr wird überprüft, wie schnell diese Pflänzchen gewachsen sind.
Als die Kombination fürs erste Zahlenschloss gefunden war, ging das gemeinsame Knobeln weiter. (Bild: Doris Enzmann)

Escape Game sorgt für Spaß und Spannung beim Neustädter Kinderferienclub

Sieben mutige Kinder folgten Ende August dem Angebot des Neustädter Kinderferienclubs und nahmen an einem Escape Game, einer Art modernem Rätselspiel, in der Stadtbücherei teil. Zu Beginn erhielten die 5 Jungen und 2 Mädchen von Marion Helgert, die als Mitarbeiterin der Bücherei durch den Nachmittag führte, ihre Aufgabe: Sie sollten der Programmiererin Nina helfen, eine Künstliche Intelligenz aufzuhalten, bevor diese das Wissen der Menschheit übernimmt. Um dies zu verhindern, waren beim Kampf gegen die KI von Anfang an Konzentration und geschicktes Kombinieren gefragt. Am gefundenen Rucksack musste zunächst ein QR-Code entschlüsselt werden. Zum Glück hatten einige Kinder ihr Handy dabei und wussten sich schnell zu helfen. Über den QR-Code gelangten sie zu einem YouTube-Video. Durch genaues Zuhören hatten sie schon bald die Kombination für das Zahlenschloss ermittelt, sodass der Rucksack geöffnet werden konnte. Der Inhalt sorgte zunächst für ratlose Gesichter und brachte weitere Rätsel mit sich: mehrere Mappen, eine DVD samt Hülle, ein Buch und ein Notfall-Kit, das ebenfalls mit einem Zahlenschloss versehen war. Doch die überwiegend elf- und zwölfjährigen Teilnehmer orientierten sich am Notfallplan, knobelten sich zu zweit oder zu dritt durch die Rätsel, entzifferten Geheimschriften, suchten nach Informationen auf Ninas Blog im Internet und trugen ihre Ergebnisse zusammen. Jedes Kind konnte seine Stärken einbringen, und mit gegenseitiger Unterstützung meisterten sie die herausfordernden Aufgaben. Gemeinsam schaffte es die Gruppe, alle Rätsel zu lösen, sodass nach gut 90 Minuten der Abschaltcode aktiviert werden konnte und die „Gefahr gebannt” war. Anschließend blieb noch ausreichend Zeit, um den regnerischen Nachmittag bei einem oder sogar mehreren Brettspielen in der Bücherei ausklingen zu lassen.
Teichwirt Stefan Stock zeigte den Kindern Fische aus nächster Nähe. (Bild: Caroline Würth)

Spannender Ferientag rund um den Fisch

Einen abwechslungsreichen und zugleich lehrreichen Ferientag erlebten die Kinder des Kinderferienclubs der Pfarreiengemeinschaft Neustadt/Waldnaab beim Teichwirtschaftlichen Beispielbetrieb Wöllershof. Bei einer interessanten Führung nahm Teichwirt Stefan Stock die jungen Besucher mit in die Welt der Teichwirtschaft. Anschaulich erklärte er den Kindern, wie Fische aufgezogen werden und was dabei alles zu beachten ist. Besonders beeindruckend waren die Störe, die Stock den Kindern in unterschiedlichen Größen zeigte – vom kleinen Jungfisch bis hin zu den stattlichen großen Exemplaren. Bei den Kindern sorgten die großen Störe für besonders große Augen. Auch eine Barbe konnten die Kinder aus nächster Nähe kennenlernen. Stefan Stock erklärte, dass diese Fischart heute bereits gefährdet ist und machte damit auch auf die Bedeutung des Schutzes heimischer Fischarten aufmerksam. Nach der spannenden Führung wartete auf die Kinder eine besondere Brotzeit: Karpfenpommes und Gemüsesticks. Und auch hier zeigten die jungen Teilnehmer großen Entdeckergeist. Alle Kinder probierten den Fisch – und die Karpfenpommes kamen offenbar bestens an, denn am Ende wurde restlos alles aufgegessen. So konnten die Kinder nicht nur viel über Fische und Teichwirtschaft lernen, sondern zugleich erleben, wie lecker heimischer Fisch sein kann. Ein rundum gelungener Ferientag, der bei den jungen Besuchern sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Katholische und evangelische Frauen feiern gemeinsam den Weltgebetstag, der dieses Jahr aus Nigeria kam. (Bild: Andrea Wollmann)

Pfarreiengemeinschaft Altenstadt und Neustadt feiern gemeinsam den Weltgebetstag der Frauen

„Nigeria – Kommt! Bringt eure Last!” Der Einladung folgten etwa 60 katholische und evangelische Frauen aus Neustadt, Altenstadt und Umgebung. Sie kamen dieses Jahr erstmals ins Pfarrheim nach Altenstadt, um gemeinsam den Weltgebetstag zu feiern. Dieser findet alljährlich am ersten Freitag im März statt und wird in vielen Ländern der Welt begangen. Vorbereitet von christlichen Frauen in Nigeria, setzten die Gemeindereferentin Claudia Stöckl, die 1. Vorsitzende des kath. Frauenbunds Neustadt Stefanie Hetz sowie Manuela Göldner-Gruber von der evangelischen Kirche die Ideen zum Gottesdienst um und organisierten mit ihren Helferinnen den gelungenen Abend. Zu Beginn des ökumenischen Gottesdienstes bekamen die Besucherinnen in einer Diaschau Informationen über das Land Nigeria. Es ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas, das Christentum und der Islam sind die wichtigsten Religionen. Mit Rollenspielen, die das Leben der afrikanischen Frauen und ihre Ängste und Sorgen aufzeigten, sowie mit gemeinsamen Gebeten und Liedern zum Mitsingen gestalteten die Frauen einen abwechslungsreichen Gottesdienst. Musikalisch begleitete Margret Rauch die Lieder mit der Gitarre. Die gesammelten Spenden in Höhe von 570€ gehen an das Deutsche Weltgebetstagskomitee und kommen Projekten in Nigeria und anderen Ländern zugute. Im Anschluss an den Gottesdienst ließen die Teilnehmerinnen den Abend in geselliger Runde ausklingen. Dabei wurden landestypische Speisen wie Aufstriche mit Erdnüssen, Süßkartoffeln, Linsen und Auberginen, Chakalaka-Butter sowie Kokoskuchen und Hibiskustee angeboten.
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