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Traditionelle Kirchweih in Arzlohe

Am kommenden Wochenende, 19./20. Juli, feiert der kleine Ort Arzlohe wieder seine weithin bekannte, nachgewiesen jahrhunderte alte Kirchweih. Begonnen wird am Freitagabend mit der bekannt guten „Vogelsuppe” im Dorfgasthaus. Die Besucher können hierbei den Klängen der mitwirkenden Posaunenchöre lauschen, die schon traditionell im Wirtsgarten ihre gemeinsame Probe für den Kirchweihgottesdienst abhalten. Der Kirchweihsonntag beginnt mit dem Festgottesdienst in der Kapellenruine „Zum Heiligen Baum” um 10:00 Uhr. Um 9:45 wird die Prozession von der Dorfmitte aus zur nahegelegenen Kapellenruine ziehen. Voran der stimmgewaltige vereinigte Posaunenchor. Gefolgt von der Geistlichkeit, den Mitgliedern der Chöre und den Besuchern. Die Predigt zum Festgottedienst wird die zuständige Pfarrerin Renate Schauer halten. Gesanglich umrahmen und mitgestalten wird die Feier traditionell der Kirchenchor Pommelsbrunn und der Männergesangverein Pommelsbrunn. Es ist für die Besucher und Mitwirkenden immer wieder ein Erlebnis, in den alten Gemäuern und unter dem schützendem Blätterdach der alten Linden das Wort Gottes zu hören und zu erleben. Von der Geschichte der Arzloher Kapellenruine ist sehr wenig bekannt und überliefert. Offensichtlich war sie laut einer Eintragung schon vor über 500 Jahren Ruine. Ob sie durch zerstörerische Menschenhand beschädigt wurde oder durch die Witterungseinflüsse gelitten hat, ist nicht bekannt. Jedenfalls hat sich schon damals bis heute der Brauch erhalten, an Jakobi (25. Juli), bzw. am Sonntag davor, die Kirchweih in Arzlohe zu feiern. Schon immer zog laut Überlieferung der Pfarrer mit der Gemeinde mit musikalischer Begleitung und auch den immer gleichen Liedern zur Kapelle und wieder ins Dorf zurück. Ein ziemlich einmaliger Brauch einer kirchlichen Prozession in einer evangelischen Kirchengemeinde.
Die geehrten Martin Rittger, Heinz Habermann (v.l.) und Bruno Sambach (r.) mit Bgm. Armin Haushahn, KV Manuel Wenzl und Heinz Wieczorek. (Bild: Werner Nuß)

Jahreshauptversammlung des Soldaten- und Kriegervereins Hohenstadt

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung des Soldaten- und Kriegervereins Hohenstadt konnte der Vorsitzende Heinz Wieczorek als Gäste den 1. Bürgermeister der Gemeinde Pommelsbrunn Armin Haushahn und den Kreisvorsitzenden des Bayerischen Soldatenbundes 1874 e.V. (BSB) Manuel Wenzl begrüßen. In seinem Rechenschaftsbericht nannte er als Höhepunkte des vergangenen Jahres das Hüttenfest auf der Egerten, das zusammen mit der Reservistenkameradschaft durchgeführt wurde, die Fünf-Tagesfahrt nach Ostfriesland, hervorragend organisiert von Werner Nuß, die Teilnahme an der 150-Jahrfeier der Kameraden in Velden und am Volkstrauertag mit Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal. Nach dem Verlesen des Protokolls der letzten JHV durch Schriftführer Werner Nuß legte Kassier Willi Deuerlein den Finanzbericht vor, den die beiden Kassenprüferinnen Anneliese Sambach und Ute Bauer bestätigten. Schießwart Roland Meyer gab die Ergebnisse des Kreisvergleichsschießens bekannt. Jeweils den 1. Platz in den unterschiedlichen Altersklassen erzielten Roland Schwederski sowohl mit Luftgewehr als auch mit Kleinkaliber, Georg Seybold (LG) und Roland Hartmann (LG). Beim Landesschießen gewann Roland Schwederski in der Disziplin KK-stehend-aufliegend und wurde zweiter mit dem Luftgewehr. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Haushahn dem Verein für seine Aktivitäten zur Erhaltung der Tradition und sagte weiterhin die Unterstützung der Gemeinde zu. Kreisvorsitzender Wenzl berichtete von der Arbeit aus dem Kreisverband, der aus zwölf Kameradschaften mit insgesamt 690 Mitgliedern besteht. Der Landesverband mit Sitz in München feierte im letzten Jahr den 150. Gründungstag. Die Neuwahlen führten zu keinen Veränderungen. Wiedergewählt wurden Heinz Wieczorek als Vorsitzender, Bruno Sambach als sein Stellvertreter, Kassier bleibt Willi Deuerlein und Schriftführer weiterhin Werner Nuß, Ausschussmitglieder sind Jürgen Rett, Erich Häberlein, Herbert Böhm, neu dazu kam Roland Hartmann. Als Kassenprüferinnen fungieren weiterhin Anneliese Sambach und Ute Bauer, als Schießwart stellt sich weiterhin Roland Meyer zur Verfügung. Bei den anschließenden Ehrungen erhielten Martin Rittger Urkunde und Treuenadel für 40 Jahre, Armin Walther für 50 Jahre, Heinz Habermann und Bruno Sambach für 60 Jahre Treue zum Bund. Außerdem wurde Heinz Habermann zum Ehrenmitglied ernannt. Informiert wurden die Mitglieder über die notwendige Reparatur der Vereinsfahne aus dem Jahr 1896, die einen mittleren vierstelligen Betrag kosten wird. Außerdem sind Gespräche im Gange, die eine Zusammenlegung des Soldaten- und Kriegervereins mit der Reservistenkameradschaft Hohenstadt zum Ziel haben könnte. Hierzu wird zeitnah informiert. Mit dem Hinweis auf die 4-Tagesfahrt vom 19. - 22.6.2025 ins Allgäu endete die Versammlung.
Museumsführer für Kinder im Heimatkundlichen Museum in Pommelsbrunn. (Bild: Edith Kolb)

Neuer Kinderführer entführt in die Geheimnisse des Pommelsbrunner Museums

Von der ehemaligen Burg unserer Familie auf dem Lichtenstein in Pommelsbrunn ist leider nur noch eine Ruine übrig. Deshalb wohne ich jetzt im Museum im Ort. Und ich sage euch: „ Es ist hier wirklich nicht langweilig. Es gibt sehr viel zu entdecken.” Damit ihr euch gut zurechtfindet gibt es jetzt einen Museumsführer für Kinder (vielleicht auch für Erwachsene). Im Eingangsbereich könnt ihr euch einen nehmen. Damit zeige ich euch den Weg durch das Museum. Startpunkt ist der Treppenabsatz zum 2. Stockwerk. Es geht los mit der Geschichte vom Anfang unserer Erde. Ihr könnt wunderschöne Kristalle bewundern, die vor vielen Millionen Jahren entstanden sind. Eine große Sammlung von Fossilien zeigt euch welche Tiere früher einmal auf unserer Erde gelebt haben. Die ältesten davon, die man überhaupt finden kann, sind die Trilobiten. Die haben vor über 500 Millionen gelebt. In einer der Natur nachgebauten Höhle könnt ihr sehen wer Jahrtausende vor unserer Zeit in Höhlen gelebt hat. Ihr findet da einen riesigen Schädel von einem Höhlenbären oder ein zartes Skelett von einer Fledermaus. Tausende Zinnfiguren stellen geschichtliche Szenen dar. In der Heimatabteilung sind in Vitrinen präparierte Tiere von Amsel bis Wildkatze ausgestellt. Auf einem Tablet findet ihr Infos zu diesen Tieren. Sicher entdeckt ihr noch ganz viele andere Sachen. Neugierig geworden? Dann besucht mich doch mal! Das Museum ist immer sonntags von 14 Uhr bis 17 Uhr geöffnet
Trotz Schmuddelwetter kamen die Menschen und genossen die besondere Atmosphäre in der Kapellenruine. (Bild: Helmut Neitz)

Waldweihnacht in Kapellenruine „Zum Heiligen Baum” bei Arzlohe

Obwohl das Wetter gewiss nicht vergnügungssteuerpflichtig war, kamen viele Menschen, um den besonderen Zauber der alten Kapelle und Gottes Wort mit freiem Blick zum Himmel zu spüren und zu erleben. Der Posaunenchor Pommelsbrunn unter Leitung von Michael Ruder spielte zunächst am Dorfplatz einige Weihnachtslieder. Anschließend zogen die Besucher mit Fackeln hinaus in die Nacht zur Ruine. Pfarrerin Renate Schauer erzählte in ihrer Predigt vom Propheten Jesaja, der schon im 7. Jahrhundert v. Chr. die Geburt des Heilandes und die damit verbundene große Hoffnung voraussagte. Auch die Situation des Friedenslichtes, das wegen der besonderen Umstände dieses Jahr nicht aus der Geburtskirche in Bethlehem geholt werden konnte, aber dennoch den Weg um die Welt ging, sprach sie an. Mit Blick auf die Krisen und Kriege meinte die Pfarrerin: „Ein großes Licht leuchtete damals in Bethlehem, das Kind in der Krippe ist für uns alle die Hoffnung.“ Im Gebet gedachte sie auch der Opfer und des Leids in Magdeburg. Posaunen und der Evangelische Kirchenchor (Ltg. Deborah Reichel) umrahmten den Gottesdienst eindrucksvoll musikalisch. Renate Schauer dankte herzlich den Besuchern für ihr Kommen, allen Helferinnen und Helfer und der Familie Kaiser für ihre Unterstützung zum Erhalt der Kapelle. Mit dem „Vater Unser“ und dem gemeinsam gesungenen Lied „Stille Nacht“ endete ein eindrucksvoller und segensreicher Gottesdienst. Aufwärm-Glühwein, Plätzchen und Bratwurst im örtlichen Gasthaus wurden anschließend gerne genossen.
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