Am Kellerbühl westlich von Marchaney wird eine mittelalterliche Wehranlage vermutet. (Bild: Markus Frank)

Unterwegs auf einer Altstraße nach Böhmen

Dauerregen, grauer Himmel und aufgeweichte Wege – kein ideales Wanderwetter. Doch die Teilnehmer der historischen Wanderung am Sonntagnachmittag ließen sich nicht abschrecken. Ihr Ziel: die Spuren einer Altstraße aus dem 14. Jahrhundert, die einst von Forchheim nach Prag führte. Unter der fachkundigen Führung von Klosterlandschaftsführer Michael Rückl begaben sich die Wanderer auf eine rund neun Kilometer lange Reise durch die Geschichte. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung alte Handelswege für die Region hatten und welche Spuren bis heute in Wald und Flur zu finden sind. Erste Station war die St.-Jakobus-Kirche, in der Mährings Bürgermeister Franz Schöner die Gruppe begrüßte. Weiter ging es zum Kellerbühl westlich von Marchaney. Die markante Geländestruktur lässt vermuten, dass hier einst eine wehrhafte Anlage stand. Im Waldgebiet bei Ahornberg besichtigten die Teilnehmer eindrucksvolle Hohlwege. Tief in das Gelände eingeschnitten, zeugen sie davon, dass hier über Jahrhunderte Menschen, Tiere und Fuhrwerke unterwegs waren. Weitere Stationen waren die Wüstung Aschersreuth und die Quelle der Mies, bevor die Gruppe über Asch nach Griesbach weiterwanderte. Bis zur letzten Station folgten die Teilnehmer aufmerksam den Ausführungen und entdeckten dabei eine Landschaft, die bei genauerem Hinsehen ihre mittelalterliche Geschichte preisgibt. Nach den Erläuterungen von Michael Rückl könnte die Altstraße ein Vorläufer der späteren Goldenen Straße gewesen sein. Aus politischen Gründen verlagerte sich deren Verlauf später über Bärnau. Zum Abschluss wartete im gemütlichen Vereinsheim des OWV Griesbach eine wohlverdiente Brotzeit. Bei ausreichend Getränken konnten die Wanderer die Eindrücke des Nachmittags noch einmal Revue passieren lassen. Was als Wanderung durch den Regen begonnen hatte, endete so als spannende Zeitreise auf den Spuren einer längst vergangenen Altstraße.


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Die 90-jährige Künstlerin Emma Eckert (Mitte vorne mit einem ihrer Gemälde in der Hand) freute sich sehr über den Besuch der Freundinnen vom Kunstverein Tirschenreuth, Zweite Vorsitzende Kerstin Rumswinkel, Angelika Sticht und Vorsitzende Petra Schicker (hinten v. li.). Ebenfalls ihren runden Geburtstag am Nachmittag mitgefeiert haben Tochter Claudia mit Peter (vorne re. und li.) und Enkel Gerald (re. hinten) sowie den ganzen Tag über jede Menge andere Gratulanten.  (Bild: Ulla Britta Baumer)

Künstlerin Emma Eckert feierte ihren 90. Geburtstag

Ausgeschwärmt sind am Mittwochnachmittag drei Mitglieder des Kunstvereins Tirschenreuth. Ziel von Vorsitzender Petra Schicker, ihrer Stellvertreterin Kerstin Rumswinkel und Schriftführerin Angelika Sticht war ein Vereinsmitglied in Laub bei Griesbach, das seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Die noch immer auch mit 90 Jahren sehr attraktive Emma Eckert erfreut sich guter Gesundheit und tischte den Freundinnen aus dem Kunstverein jede Menge leckere Kuchen sowie eine Torte zu ihrem Jubeltag auf. Emma Eckert gehört seit den Anfängen vor 30 Jahren zur Tirschenreuther Künstlergilde und hat auch regelmäßig viele Gemeinschaftsausstellungen der Künstlerinnen und Künstler mit ihren Werken bereichert. die heute 90-Jährige blieb den Künstlern und ihrem Hobby auch treue, nachdem aus der lockeren Künstlergemeinde ein fester Verein unter Vorsitz von Petra Schicker wurde. Emma Eckert ist das älteste Mitglied im Kunstverein Tirschenreuth. Und das, wünschte sich die Vereinsdelegation von der Jubilarin, soll auch weiterhin noch lange so bleiben. Natürlich waren die Vereinsfreundinnen nicht die einzigen Gratulanten zum Jubeltag. Emma Eckert erzählte vom Bürgermeister, der am Vormittag schon anklopfte und von weiteren Vereinsabordnungen sowie ihrer Familie, die herzliche Glückwünsche überbrachten. Immerhin ist Emma Eckert inzwischen fünffache Großmutter und vierfache Urgroßmutter, ihre Familie hat mit den Jahren enorm Zuwachs bekommen.
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