Die Chursächsischen Streichersolisten gestalteten einen mitreißen Konzertabend im Mehrzwecksaal in einem besonderen Ambiente. Die begeisterten Besucher spendeten langanhaltende standing Ovations. (Bild: Bertram Nold)

Eine kleine Nachtmusik - ein großes Musikerlebnis

Es gibt Konzertabende, die bereits vor dem ersten Ton ihre Wirkung entfalten. Dazu gehörte zweifellos das Gastspiel der Chursächsischen Streichersolisten, zu dem der Kulturelle Förderkreis eingeladen hatte. Rotes Bühnenlicht, Kerzenschein und ein bis auf den letzten Platz gefüllter Saal schufen den festlichen Rahmen für einen außergewöhnlichen Musikabend. Unter dem Titel „Eine kleine Nachtmusik“ entführte das Ensemble sein Publikum auf eine musikalische Reise durch mehrere Jahrhunderte. Werke von Telemann, Vivaldi, Johann Sebastian Bach, Mozart und Verdi machten die stilistische Vielfalt des Programms erlebbar. Historische Kostüme und wertvolle alte Instrumente verstärkten dabei den Eindruck einer musikalischen Zeitreise. Musikalisch überzeugten die Streichersolisten mit präzisem Zusammenspiel, differenzierter Artikulation und feinen dynamischen Abstufungen. Barocke Klarheit und rhythmische Beweglichkeit wechselten mit klassischer Eleganz und klanglicher Ausgewogenheit. Besonders Mozarts Musik entfaltete ihren besonderen Zauber: federnde Leichtigkeit, kultivierter Streicherklang und temperamentvolle Spielfreude verbanden sich zu Interpretationen voller Transparenz und Ausdruck. Bemerkenswert war die stilistische Wandlungsfähigkeit des Ensembles, das den Charakter der jeweiligen Epoche überzeugend traf und zugleich eine unmittelbar lebendige Musikalität bewahrte. Für zusätzliche Heiterkeit sorgte die humorvolle Moderation des Cellisten Georg Stahl, der kenntnisreich und charmant durch das Programm führte. So verschmolzen Musik und Atmosphäre zu einem besonderen Gesamterlebnis. Ein Zuhörer brachte die Bedeutung des Abends treffend auf den Punkt: „Dass so etwas im Hinterland von größeren Städten stattfindet, ist ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität dieses Hinterlandes.“ Die Chursächsischen Streichersolisten zeigten eindrucksvoll, wie lebendig Musikgeschichte klingen kann, dass hochkarätige Kultur auch abseits der großen Städte ihr Publikum findet und begeistert.
Voller Dankbarkeit feiert Pater Joy (rechts) zusammen mit 12 Ehepaaren aus der Pfarreiengemeinschaft den Ehejubiläumsgottesdienst in Nagel. (Bild: Katharina Schindler)

Ehejubilare der Pfarreiengemeinschaft Nagel-Brand sagen Dank

Am Sonntag, dem 27. September, war für 12 Ehepaare aus Nagel und Brand ein ganz besonderer Tag: Voller Freude konnten einige auf ein ganz besonderes Ehejubiläum zurückblicken. Ein guter Grund in einer Heiligen Messe mit Pfarrer, Pastoralreferent und den Gottesdienstbesuchern gemeinsam „Vergelt's Gott” zu sagen. Eine besondere Dankbarkeit spürten dabei die Ehepaare, die heuer auf 50 und sogar 55 gemeinsame Jahre zurückblicken können: Maria und Otto Zaus aus Brand (Goldene Hochzeit), sowie Gisela und Theo Schreyer aus Nagel (Platinhochzeit). Der gemeinsame Dankgottesdienst war auch ein schöner Anlass für die Paare, die seit 30, 35, 40 und 45 Jahre verheiratet sind: Uschi und Reinhard Thiel (Perlenhochzeit), Petra und Bernhard Geier, Beate und Helmut Voit, Kerstin und Stefan Küffner (alle Leinenhochzeit), Marika und Berthold Preiß (Rubinhochzeit), Gabriele und Wolfgang Graf, sowie Veronika und Hans Schindler (beide Messinghochzeit). Auf 25 gemeinsame Ehejahre können Diana und Michael Schorm aus Nagel zurückblicken, sowie folgende Paare aus Brand: Alexandra und Klaus Scherm, sowie Andrea und Alexander Moller (alle Silberhochzeit). Musikalisch umrahmt wurde die Ehejubiläumsfeier vom Singkreis Nagel unter der Leitung von Johannes Höfener. Den Lektorendienst mit passenden Texten übernahmen die PGR-Sprecherinnen Katharina Schindler, Gabi Bauer und Sabine König. Im Anschluss an den Festgottesdienst traf man sich schließlich zum Sektempfang im Pfarrheim Nagel, um die Ehejubilare hochleben zu lassen. Liebevoll geschmückt und hergerichtet hatten es die Damen vom Pfarrgemeinderat Nagel. Mit einem gemeinsamen Mittagessen, sowie leckeren Desserts und Kaffee klang der Festtag schließlich aus. Voller Freude nahmen die Ehejubilare eine Erinnerungskerze, sowie eine Rose als Zeichen der Liebe und Treue mit nach Hause.
Viele Anwohner konnte Bürgermeister Bernhard Schindler zur Einweihung des Siedlerplatzes begrüßen.  (Bild: Bertram Nold)

Siedlerplatz feierlich eingeweiht

Der neu gestaltete Siedlerplatz in Neubrand wurde feierlich eingeweiht und gesegnet. Der Platz soll künftig ein Ort der Begegnung, des Miteinanders und der Gemeinschaft sein, ein Platz, an dem Menschen zusammenkommen, und gemeinsame Zeit verbringen, erklärte Bürgermeister Bernhard Schindler. Im Zuge der Neugestaltung wurden auch die angrenzenden Straßen erneuert und Kanal-, Wasser- und Stromleitungen neu verlegt. Die Straßen rund um den Platz wurden gepflastert und der Gehweg zu einem Mehrzweckstreifen umgestaltet. Auch vertraute Elemente wie die Ziege und der Brunnenstein haben wieder ihren Platz gefunden. Der Brunnen ist wieder in Betrieb. Die Gesamtkosten beliefen sich auf rund 1,14 Millionen Euro. Die Maßnahme wurde mit 60 Prozent im Rahmen der Städtebauförderung unterstützt. Für die Gemeinde blieb ein Eigenanteil von rund 550.000 Euro. Ein besonderer Dank des Bürgermeisters galt allen Planern, Firmen, Mitarbeitern der Verwaltung und des Bauhofs sowie den Anwohnerinnen und Anwohnern. Sie mussten während der Bauzeit manche Einschränkung durch Lärm, Staub und erschwerte Zufahrten hinnehmen und unterstützten das Projekt dennoch mit viel Verständnis. Die Segnung nahmen Pater Pater Joy und Pfarrer Michael Kelinske vor. Letzterer erinnerte an die biblische Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen erinnert. Sie stehe beispielhaft dafür, wie wertvoll Begegnungen und gute Gespräche sein können. So soll auch der neue Siedlerplatz ein Ort werden, an dem Jung und Alt gerne zusammenkommen, Nachbarschaft gepflegt wird und viele schöne Erinnerungen entstehen. Nach der gemeinsamen Segnung besprengte Pater Joy den Platz und Besucher mit Weihwasser. Als Vertreter des Planungsbüros erläuterte Michael Wagner Einzelheiten zum Projekt. Zur Feier des Tages spendierte die Gemeinde allen Anwesenden Bratwürste und Getränke. Der Platz war eingetischt; Mitglieder Siedlerbundes sorgten für einen reibungslosen Service.
15 Kinder hatten viel Spaß beim Ferienprogramm der Feuerwehr. (Bild: Maria Schindler)

Abenteuer in der Natur

Einen abwechslungs- und erlebnisreichen Tag in der Natur erlebten 15 Kinder Mitte August beim Ferienprogramm der FFW Brand unter dem Motto „Kids vs. Wild“. Begleitet wurden sie dabei von den beiden Betreuerinnen Vroni Söllner und Maria Schindler und ihrem Helfer Florian Söllner. Bei sonnigem und warmem Sommerwetter startete die Gruppe mit einer Wanderung zum Gaassteig. Dort wartete bereits das erste Abenteuer: Die Kinder konnten auf den Steinen in der Naab klettern und dabei Natur und Gewässer einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben. Nach einer gemütlichen Brotzeit ging es weiter mit einer Wanderung mitten durch die Naab. Das kalte Wasser war eine willkommene Abkühlung. Dabei standen Konzentration, gemeinsames Erleben und natürlich jede Menge Spaß im Mittelpunkt. Zur Stärkung gab es anschließend eine weitere Brotzeit; diesmal mit selbstgemachter Butter, die bei den Kindern besonders gut ankam. Ziel des Ferienprogramms war es, den Kindern die heimische Natur, ihre nähere Umgebung und die vielfältigen Möglichkeiten, die sich direkt vor der eigenen Haustür bieten, näherzubringen. Ganz nach dem Motto „Kids vs. Wild“ konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dabei selbst aktiv werden, Neues entdecken und einen abwechslungsreichen Tag in der freien Natur verbringen. Am Ende waren sich wohl alle einig: „Kids vs. Wild“ war ein gelungenes Ferienerlebnis mit viel Bewegung, Spaß und spannenden Eindrücken aus der heimischen Natur.
Bild

„40 Jahre auf den Brettern von Brand” - Der Jubiläumsfilm der Theatergruppe Brand

Anlässlich ihres 40-jährigen Vereinsjubiläums hat sich die Theatergruppe Brand etwas Besonderes einfallen lassen: Statt eines klassischen Rückblicks oder einer schriftlichen Chronik entstand ein besonderer Jubiläumsfilm, der dazu einlädt, die Geschichte des Vereins auf unterhaltsame Weise noch einmal zu erleben. Für die Umsetzung begleitete Robert Neuber aus Pressath die Theatergruppe über einen längeren Zeitraum bei ihren Veranstaltungen mit der Kamera. Darüber hinaus wurden das Vereinsarchiv sowie zahlreiche Film- und Fotoaufnahmen aus den 1980er- und 1990er-Jahren durchforstet. Aus diesem umfangreichen Material entstand ein kurzweiliger Film, der vier Jahrzehnte Theatergeschichte lebendig werden lässt. Juliane Drehobel konzipierte und organisierte verschiedene Interviews, die als roter Faden durch den Film führen und ihm eine persönliche Stimme verleihen. Ehemalige und aktive Mitglieder erinnern sich dabei an besondere Momente, Herausforderungen und schöne Erlebnisse aus der Vereinsgeschichte. Der Film entführt die Zuschauer auf eine unterhaltsame und auch humorvolle Reise durch die Geschichte der Theatergruppe Brand. Er erinnert an die Anfänge im Pfarrheim, zeigt die damaligen Bedingungen des Theaterspielens und dokumentiert die enge Verbundenheit der Theatergruppe mit dem Mehrzwecksaal. Gleichzeitig wird die Entwicklung des Vereins bis zum heutigen Stand eindrucksvoll dargestellt.


Weitere Artikel

Sisteract. (Bild: Jochen Erhardt)

„Ein Abend von uns – für uns - und mit uns“ – Theatergruppe Brand feiert stimmungsvollen Jubiläumsabend

Unter diesem Motto stand der Jubiläumsabend der Theatergruppe Brand – geprägt von Verbundenheit, Dankbarkeit und Begeisterung für 40 Jahre gemeinsames Wirken. Vorstand Jochen Erhardt begrüßte die zahlreichen Gäste, darunter viele Gründungsmitglieder, langjährige Helfer und treue Unterstützer. Für die musikalische Umrahmung sorgten die „Pscherers“ aus Mehlmeisel. Bürgermeister Bernhard Schindler überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde und ein Jubiläumsgeschenk. Ein besonderer Höhepunkt war die Uraufführung des Jubiläumsfilms „40 Jahre auf den Brettern von Brand“, den die Theatergruppe anlässlich des Jubiläums realisiert hat. Über die Entstehung des Films berichten wir in einem separaten Beitrag. Die rund einstündige Dokumentation begeisterte das Publikum. Die „Oldies“ sorgten anschließend mit ihrem „Sister Act“-Auftritt für beste Stimmung und versetzten viele zurück ins Jahr 1996, als sie diese Darbietung bereits bei der Primiz von Holger gezeigt hatten. Im Verlauf des Abends wurde deutlich, wie viele Menschen die Theatergruppe seit Jahrzehnten prägen. Besonders beeindruckend ist die Treue der Mitglieder, von denen einige dem Verein seit 40 Jahren angehören und sich bis heute mit großem Engagement einbringen. In vier Jahrzehnten wurde die Theatergruppe zudem nur von drei Vorsitzenden geführt: Tobias Reiß, Thomas Glowka und Jochen Erhardt. Gemeinsam moderierten sie den Abend und nutzten die Gelegenheit, allen Engagierten ihren besonderen Dank auszusprechen. Thomas Glowka richtete seinen besonderen Dank an Hilmar Zaus, der seit 28 Jahren und unter zwei Vorständen das Amt des zweiten Vorsitzenden ausübt. Mit Engagement übernimmt er organisatorische Aufgaben, kümmert sich um die Technik und erledigt zuverlässig viele Arbeiten im Hintergrund, oft unbemerkt, aber unverzichtbar für den Verein. Als Gründungsvorstand würdigte Tobias Reiß zwei Mitglieder, die der Theatergruppe seit ihrer Gründung ununterbrochen die Treue halten. Während viele Aktive im Laufe der Jahre auch einmal eine Pause einlegten, waren Johannes Glowka und Wolfgang Scherm in den vergangenen 40 Jahren bei Theater, Kirwa und allen weiteren Vereinsaktivitäten stets zur Stelle. Johannes Glowka engagiert sich bis heute zuverlässig für den Verein und sorgt unter anderem dafür, dass das traditionelle Stingl-Essen stattfinden kann. Wolfgang Scherm prägt die Theatergruppe seit der Gründung als Vorstandsmitglied und hat mit dem Bau unzähliger Bühnenbilder das Erscheinungsbild des Vereins entscheidend mitgestaltet. Beide sind aus dem Vereinsleben nicht wegzudenken. So wurde der Jubiläumsabend nicht nur zu einem Rückblick auf 40 erfolgreiche Jahre, sondern vor allem zu einem würdigen Fest der Gemeinschaft, des Zusammenhalts und der Leidenschaft für das Theater.
Großer Empfang für das neue Löschfahrzeug. (Bild: Maria Schindler)

Große Freude über das neue LF 20 KatS

Es war ein großer Tag für die Feuerwehr in Brand. Nach drei Jahren Planung, Abstimmung und Vorfreude war es am 22. Mai 2026 endlich so weit: Das neue LF 20 KatS wurde in Hohenlinden abgeholen und in Brand willkommen geheißen. Am Gerätehaus warteten nicht nur unsere Feuerwehrkameradinnen und -kameraden, auch die Nachbarwehr aus Fuhrmannsreuth sowie die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte wollten einen Blick auf das neue Feuerwehrfahrzeug werfen. Für einen würdigen Empfang sorgte die Blaskapelle, die gemeinsam mit unserem neuen Fahrzeug über die Luisenburgstraße einmarschierte. Ein herzliches Dankeschön gilt hierbei Benjamin Heser und Christian Fröbrich für die Organisation. Bürgermeister Bernhard Schindler wünschte in seinen Grußworten allen Einsatzkräften allzeit gute Fahrt, sowie stets eine gesunde Rückkehr von ihren Einsätzen; als Feuerwehrmann freute er sich besonders über die Neuanschaffung. Kommandant Christoph Zaus von der Feuerwehr Fuhrmannsreuth gratulierte ebenfalls herzlich zur Anschaffung des modernen Einsatzfahrzeugs. Für die Brander war die Ankunft des LF 20 KatS ein ganz besonderer und emotionaler Moment. Über drei Jahre hinweg hat sich das Beschaffungsteam immer wieder intensiv mit der Beladung und Ausstattung beschäftigt, um das Fahrzeug bestmöglich auf die Anforderungen abzustimmen. Umso schöner war es, das Ergebnis nun endlich vor unserem Gerätehaus stehen zu sehen und es zu begutachten. Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde für die Finanzierung und die Unterstützung dieses wichtigen Projekts. Mit dem neuen LF 20 KatS ist die FFW Brand wir für kommende Herausforderungen bestens gerüstet.
Großes Lob am Ende von Georg Schäffner für die Brander Orgel. Zusammen mit Prof. Christoph Braun hatte er ein großartiges und vielfältiges Konzert zum Patrozinium der Pfarrkirche gestaltet.  (Bild: Bertram Nold)

Strahlende Musik zum Patrozinium der Pfarrkirche

Im Rahmen des Patroziniums der Pfarrkirche Brand fand ein grandioses Konzert für Orgel und Trompete statt. In seiner Begrüßung bezeichnete KFK-Vorsitzender Bertram Nold die Musik als Brücke zwischen Himmel und Erde, zwischen Tradition und Geschichte, sowie zwischen den Menschen, die sich an diesem Festtag versammelt hatten. Das Konzert gestalteten Georg Schäffner, Organist der Basilika Gößweinstein, und Professor Christoph Braun von der Hochschule für Musik Nürnberg. Bertram Nold dankte beiden Künstlern für ihre intensive Vorbereitung und die kurzfristige Umplanung nach dem Ausfall des ursprünglich vorgesehenen Trompetensolisten. Den Auftakt bildete das festliche Concerto D-Dur op. 6 Nr. 15 von Johann Valentin Rathgeber in einer Bearbeitung für Trompete und Orgel von Georg Schäffner. Mit strahlenden Trompetenklängen und farbenreicher Orgelbegleitung setzte das Werk einen glanzvollen Akzent zum Patrozinium. Ein Höhepunkt des Programms war Johann Sebastian Bachs „Toccata, Adagio und Fuge“ C-Dur BWV 564. Die virtuose Toccata mit ihrem eindrucksvollen Pedalsolo, das ausdrucksvolle Adagio und die monumentale Fuge zeigten die ganze Vielfalt von Bachs Orgelkunst. Mit „Jesus bleibet meine Freude“ erklang anschließend eines der bekanntesten Werke Bachs und sorgte für Momente der Ruhe und Besinnung. Es folgten die Choralvorspiele zu „Meinen Jesum laß ich nicht“ und „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ aus Max Regers opus 67. Sie verdeutlichten eindrucksvoll die Verbindung von romantischer Klangsprache und kirchenmusikalischer Tradition. Den festlichen Schlusspunkt setzte die Fanfare für Orgel von Nicolas Jacques Lemmens, der Schäffner eine Trompetenstimme hinzugefügt hatte. Zum gemeinsamen Abschluss sang die Gemeinde „Großer Gott, wir loben dich“ in einer kunstvollen Orgelfassung von Georg Schäffner mit Erweiterung durch eine Trompetenstimme des Organisten. Langanhaltender Applaus dankte den beiden Künstlern für ein musikalisch anspruchsvolles und stimmungsvolles Konzert.
Nach 70 Jahren trafen sich die Einschulungsjahrgänge 46/47/48 wieder und tauschten interessant Erinnerungen aus. (Bild: Robert Besold)

Klassentreffen nach 70 Jahren

Ein ganz besonderes Wiedersehen feierten jetzt die ehemaligen Schülerinnen und Schüler der Einschuljahrgänge 1946/47/48. Von den ursprünglich 39 Kindern, die im Jahr 1953 gemeinsam eingeschult wurden, konnten noch 18 Teilnehmer zu dem Treffen begrüßt werden. Vierzehn ehemalige Mitschüler sind inzwischen verstorben, fünf mussten krankheitsbedingt absagen und bei zwei Personen konnte der Aufenthaltsort nicht mehr ermittelt werden. Der Nachmittag begann bei Hendrik Zaus in herzlicher Atmosphäre mit Kaffee und Kuchen. Viele der Teilnehmer hatten sich seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. Entsprechend groß war die Freude über das Wiedersehen. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam in Erinnerungen an die Schulzeit und die Jugendjahre geschwelgt. Alte Geschichten und gemeinsame Erlebnisse sorgten für zahlreiche emotionale Momente. Ein besonders bewegender Teil des Treffens war der gemeinsame Gang zum Friedhof. Dort gedachten die ehemaligen Klassenkameraden ihrer verstorbenen Mitschülerinnen und Mitschüler, der früheren Lehrkräfte sowie Pfarrer Josef Pichl. Dabei wurde deutlich, wie stark die Verbundenheit der Generation auch nach mehr als sieben Jahrzehnten noch immer ist. Anschließend besuchten die Teilnehmer gemeinsam einen Gottesdienst, bevor der Tag im Gasthaus „Zur schönen Aussicht“ in Ölbrunn einen gemütlichen Ausklang fand. Bei gutem Essen und geselligem Beisammensein wurde bis in die Abendstunden weiter erzählt und erinnert. Für alle Beteiligten war es ein emotionaler und unvergesslicher Tag, der viele schöne Erinnerungen wachrief und die Freude über die langjährige Verbundenheit eindrucksvoll zeigte.
Pater Joy Munduplackal (rechts) und der Pastoralreferent der Pfarreiengemeinschaft Brand-Nagel (links) freuten sich zusammen mit den Ministranten, dass sie die Kinder auf den Weg zur Erstkommunion begleiten durften. Am kommenden Sonntag folgt der Festtag für die acht Kinder aus Nagel, mit denen die Kinder aus Brand zusammen vorbereitet wurden. (Bild: Markus König)

Ihr seid meine Freunde - Erstkommunion in Brand

Der Festgottesdienst am „Weißen Sonntag“ in der Pfarrei Brand i.d.Opf. stand unter dem Motto „Ihr seid meine Freunde“. Sechs Buben empfingen dieses Jahr zum ersten Mal das Sakrament der Hl. Erstkommunion: Felix Schindler, Josef Söllner, Louis Wagnitz, Korbinian Thiel, sowie Theo und Karl Schindler. Wie es Tradition in Brand ist, wurden die Kinder zusammen mit ihren Eltern und Geschwistern vor dem Rathaus von Pater Joy Munduplackal und dem liturgischen Dienst begrüßt bzw. zum Kirchenzug abgeholt. Der Pfarrer bedankte sich bei den Eltern für die Unterstützung und segnete die Kommunionkerzen, sowie die von der Kirchenverwaltung geschenkten Kommunionkreuze. Voller Freude machten sich die Kinder mit ihren Eltern und dem Seelsorgeteam dann auf den Weg in die Pfarrkirche „Herz Jesu“, wo alles liebevoll österlich geschmückt war. Dort gestalteten die Buben dann auch aktiv den Gottesdienst mit. Sie trugen Kyrie und Fürbitten vor und machten sich bei der Gabenbereitung Gedanken zu den wichtigsten Symbolen am Altar: Kreuz, Blumen, Wasser und natürlich Brot und Wein. „Wir bringen Blumen zum Altar. Sie sollen zeigen, wie schön unser Glaube sein kann“, so die Kinder. Pfarrer und Pastoralreferent gaben in der Predigt und bei den Gebeten immer wieder wichtige Impulse: „Eingeladen am Tisch des Herrn will Jesus euch heute so nahe sein, dass er sich selbst euch schenkt im Zeichen des Brotes, d.h. in der Gestalt der Hostie. So hat er es schon seinen Aposteln aufgetragen: Nehmt und esst alle davon, das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Tut dies zu meinem Gedächtnis.“ Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von der Gruppe Inshallah unter der Leitung von Beate Zehrer. Voller Begeisterung stimmten Kinder und Erwachsene in die schwungvollen Lieder ein, sodass am Abend bei der Andacht noch einmal alle „danke“ sagen konnten.
Die neu gewählte oder bestätigte Vorstandschaftdes FGV Brand (von links): Gerald Hoch, Josef Daubner, Stefan Jungnickl, LisaReiprich, Holger Praller, Wolfgang Leibl, Daniela Bayer, Joachim Bauer, Julian Hänel,Karin Hain, Sabine König und Holger Kamecke. (Bild: Holger Kamecke)

25 Jahre und noch nicht müde

Stefan Jungnickl bleibt Obmann des Fichtelgebirgsvereins Brand. Zu seinen Stellvertretern wurden bei der jüngsten Jahreshauptversammlung Daniela Bayer, Lisa Reiprich und Gerald Hoch gewählt. Kassier bleibt Peter Philipp, und als Schriftführer wurde Holger Praller bestätigt. In seiner Rede dankte Stefan Jungnickl, der bereits seit 25 Jahren an der Spitze des FGV Brand steht, allen Helfern und Gönnern, ohne die die vielen Aktivitäten nicht möglich wären. Allein rund 150 Ehrenamtliche waren beim Schaffest 2025 im Einsatz, bei dem rund 6000 Besucher in die Max-Reger-Gemeinde strömten. Fleißig gewandert wurde 2025 natürlich auch, zum Beispiel wie jedes Jahr zum Armesberg oder zum Stärketrinken. „Die Seniorenwanderungen tragen sich mittlerweile von selbst“, freut sich Stefan Jungnickl. Ebenso wie über die gesunden Finanzen und die ordnungsgemäß geführte Kasse des Vereins. Auch die Jugendarbeit nimmt weiterhin einen hohen Stellenwert ein: So gab es unter anderem den Kinderfasching, das Kürbisfest oder das Ferienprogramm mit dem Bau von Igelhäuschen. Beim ortsbildprägenden Basshaus liegt der derzeitige Fokus auf der energetischen Sanierung. Eine besondere Freude ist für Stefan Jungnickl außerdem die Ehrung verdienter Mitglieder. So sind Alexandra Arnhardt, Joachim Bauer, Markus Hain sowie Stefan Philipp bereits seit 40 Jahren Mitglied beim FGV Brand, Maria Schultes und Hans-Jürgen Schmidt schon seit 50 Jahren.
Als versierter Kenner der Krim, ihrer Geschichte, ihrer Landschaft und des täglichen Lebens dort erwies sich der Röslauer Pfarrer Jörg Mahler (links) als Referent. Für Abwechslung sorgte die ukrainisch-stämmige Veronika Gerlang mit zwei Volksliedern. In die abschließende Nationalhymne bezog sie auch ihren Ehemann Thomas (rechts) und ihre Mutter Alla Khodzytska (Zweite von rechts) mit ein. (Bild: Bertram Nold)

Überaus interessanter Vortrag über die Krim

Mit einem eindrucksvollen Vortrag über die Krim – ihre bewegte Geschichte, ihre vielfältige Landschaft und ihre aktuelle Situation – eröffnete der KFK sein Jahresprogramm. Als Referent war Pfarrer Jörg Mahler aus Röslau zu Gast, ein äußerst sachkundiger Kenner der Region, der als ehemaliger Seelsorger vor Ort auf reiche Erfahrung zurückgreifen kann. Es gelang ihm, den Zuhörern in der bis auf den letzten Platz gefüllten Bibliothek die Krim auf sehr persönliche Weise näherzubringen. Dabei zeigte er sich als versierter Vermittler der Geschichte der Halbinsel, deren Entwicklung er bis zur Annexion durch Russland nachzeichnete. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die anschauliche Darstellung der Landschaft, unterstützt durch beeindruckende Fotos: die weite, trockene Steppe im Norden, das Krimgebirge im Süden mit bewaldeten Höhen, steilen Hängen und felsigen Küsten bei mildem Klima. Besonders fesselnd waren die Schilderungen seiner seelsorgerischen Tätigkeit, die zugleich Einblicke in den Alltag der Menschen auf der Krim boten. Er berichtete von den zahlreichen Pfarrgemeinden, deren Betreuung oft lange Tagesreisen erforderte, vom einfachen Leben, das sich überwiegend im Freien abspielte, sowie von einem starken Gemeinschaftsgefühl, das religiöse Unterschiede nicht kannte. Auch die wachsende Einflussnahme Russlands blieb nicht unerwähnt; eine Entwicklung, die schließlich in die Annexion 2014 mündete. Materiell sei das Leben für viele Menschen durchaus gesichert, da Russland für ein vergleichsweise stabiles Auskommen sorge; auf seelischer Ebene stelle sich die Lage jedoch komplexer dar. Für eine besondere musikalische Note sorgte die aus der Ukraine stammende Veronika Gerlang. Mit zwei ukrainischen Liedern bereicherte sie das Programm. Beide stammen aus Polissja, einer ethnokulturellen Region und einem historisch-geografischem Gebiet. Ihr Auftritt wurde mit großem Applaus bedacht. In die Darbietung der abschließenden Nationalhymne bezog sie auch ihren Ehemann Thomas und ihre Mutter Alla Khodzytska mit ein.
Der Vorstand des Sängerkreis Nord-Oberpfalz Weiden nach den Neuwahlen, von links Vorsitzender Karl Herrmann, Alexander Völkl (Chorleiter Sängergruppe Floß, Zweite Vorsitzende Anna Ott, Geschäftsführer Christian Fink, Landrat Roland Grillmeier, Ehrenvorsitzender Herbert Kick, Zweiter Vorstand Stefan Werner, Revisor Stefan Weig. (Bild: Stefan Werner)

Sängerkreis Nord-Oberpfalz: Treffen der Delegierten in Waldsassen

56 Vereine mit 1231 Mitgliedern gehören dem Sängerkreis Nord-Oberpfalz in Weiden an. Jetzt trafen sich die Delegierten der Gesangvereine und Chorgemeinschaften in den einzelnen Sängergruppen zur Kreisversammlung in Waldsassen. Im Gasthof Prinzregent Luitpold stand neben Tätigkeitsberichten auch die Neuwahl des Vorstands auf der Tagesordnung. Der Vorstand um Karl Herrmann ist bestätigt worden; neu in der Führungsspitze sind Anna Ott als stellvertretende Vorsitzende. Neuer Kreisgeschäftsführer ist Christian Fink, Stefan Weig ist zum Revisor bestellt worden. Der Männergesangverein Waldsassen unter Leitung von Andreas Sagstetter begrüßte die Delegierten aus der nördlichen Oberpfalz musikalisch. Über die vielen Gäste freute sich auch Waldsassens Bürgermeister Bernd Sommer, der seine Stadt umfassend vorstellte. Die Grüße des Landkreises Tirschenreuth überbrachte Landrat Roland Grillmeier. Ein ehrendes Gedenken galt den Verstorbenen aus den Reihen des Sängerkreises. Besonders gewürdigt wurde der verstorbene Ehrenvorsitzende des Männergesangvereins Tirschenreuth, Karl Konrad. Vorsitzender Karl Herrmann berichtete von 45 Besuchen bei den Mitgliedsvereinen. Den Bericht des Geschäftsführers Adolf Gaßner, der krankheitsbedingt entschuldigt war, verlas Christian Fink. Dabei gab es interessante Informationen über die verbandsinterne Internetplattform Overso sowie über die Zusammenarbeit mit der Gema. Neben der Rückschau auf das Bundes-Chorfest in Nürnberg und auf den Chortag in Rothenstadt gab es einen Ausblick auf die nächsten Termine in diesem Jahr. Ein Kreiskonzert mit einem weltlichen Programm ist am 24. Oktober in Erbendorf geplant. Gerhard Huber informierte über die finanzielle Situation und verwies auf die Möglichkeit, seitens des Fränkischen Sängerbundes Zuschüsse für diverse Anschaffungen zu erhalten. Kurzberichte der Vorsitzenden der einzelnen Sängergruppen rundeten die Versammlung ab.
north