Florian Fraaß vor dem Abschlussbild seines Vortrages. (Bild: Wolfgang Doleschal)

Heimatkundlicher Info-Nachmittag des CSU-Ortsverbandes

Zum mittlerweile 23. heimatkundlichen Info-Nachmittag hatte der CSU-Ortsverband in den Mehrzwecksaal eingeladen. Mit Florian Fraaß, einem 45-jährigen natur- und heimatverliebten Hobbyfotograf konnte wiederum ein TOP-Referent nach Brand geholt werden. Knapp 150 Besucher im voll besetzten Mehrzwecksaal nahm Florian Fraaß bei Kaffee und Kuchen mit eindrucksvollen Bildern mit auf eine phantastische Rundreise durch das gesamte Fichtelgebirge. Den Schwerpunkt bildete diesmal das bei uns nicht so bekannte westliche Fichtelgebirge. Der Fotograf erwies sich dabei auch als exzellenter Kenner von Flora und Fauna und führte die Besucher in die artenreiche Pflanzen- und Tierwelt unserer Heimat ein. Dabei gab der Fotokünstler auch interessante Einblicke über das Entstehen der oftmals spektakulären Schnappschüsse wie zum Beispiel eine züngelnde Kreuzotter oder ein statisch verweilender Eisvogel. Natürlich durften in dem Vortrag auch die Bad Bernecker Humboldt-Orte nicht fehlen: das Bergwerk „Beständiges Glück“, in dem der junge Alexander von Humboldt seinen „Lichterhalter“ bis zur Ohnmacht testete, die „Rosengasse“ mit der Humboldt-Rose sowie das Humboldt-Haus in Goldmühl. Auch die äußerst reizvolle landschaftliche Umgebung von Bad Berneck wurde eindruckvoll, z. B. unter seltenen Polarlicht dargestellt. Die 12 Gipfel des „Fichtelgebirgshufeisens” sowie die vier Quellen von Naab, Eger, Saale und Main waren weitere Höhepunkte der virtuellen Wanderung. „Keine Sekunde Langeweile, tolle Bilder, ein richtig schöner Nachmittag“, lautete das Urteil vieler Besucher, was Wolfgang Doleschal in seinen Dankesworten bestätigte. Die Unkosten des Nachmittags hat der CSU-Ortsverband übernommen.
Der KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zum Bildungstag nach Brand eingeladen. Am Vormittag standen die Zisterzienser im Mittelpunkt, am Nachmittag „Heitere Geschichten aus dem Leben”.  (Bild: Peter Daschner)

Leben der Zisterzienser Thema beim KAB Kreisverband Kemnath-Marktredwitz

Der KAB-Kreisverband Kemnath-Marktredwitz hatte zu einem Bildungstag ins Pfarrheim in Brand eingeladen. Zahlreiche Interessierte nahmen daran teil. Am Vormittag beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Thema „Auf den Spuren der Zisterzienser – Wie nachhaltig lebten und wirtschafteten sie?“. Referentin Martina Zanner, Projektmanagerin des Europäischen Kulturerbe-Siegels „Zisterziensische Kloster- und Kulturlandschaft im Stiftland“, stellte das jahrhundertelange Wirken des Ordens vor und schlug den Bogen zur heutigen Bedeutung von Nachhaltigkeit. Sie erläuterte, dass die Zisterzienser bei ihren Klostergründungen großen Wert auf Eigenwirtschaft legten. Dafür mussten sie die natürlichen Gegebenheiten der jeweiligen Region berücksichtigen. Im Stiftland führte dies vor allem zum Ausbau der Teichwirtschaft, die wesentlich zum wirtschaftlichen Erfolg des Ordens beitrug. Im Laufe der Zeit veränderten sich jedoch die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Die Mönche mussten sich daher von einem ursprünglich einfachen und bescheidenen Klosterleben lösen. Diese Anpassungen waren notwendig, um den Fortbestand der Abtei zu sichern. Besonders deutlich wurde dies in der Barockzeit. Damals entstanden nicht nur repräsentative Klosteranlagen, sondern auch eine barocke Umgestaltung der gesamten Klosterlandschaft. Mit eindrucksvollen Bauwerken wurde unter anderem der Sieg der Gegenreformation und der Anspruch als reichsunmittelbares Kloster zum Ausdruck gebracht. Zum Abschluss ging die Referentin auf die Zisterzienserinnen-Abtei Waldsassen sowie auf das internationale Netzwerk „cistercapes“ ein. Die Abtei setzt mit ihrem Kultur- und Bildungszentrum wichtige Impulse in der Umweltbildung. Zudem wurden durch das transnationale Netzwerk zahlreiche Wanderangebote geschaffen. Ziel ist es, das Erbe der Zisterzienser nachhaltig erlebbar zu machen und dessen Wirkung langfristig zu bewahren. Am Nachmittag sorgte Anni Lautenbacher aus Wunschenberg mit „Heiteren Geschichten aus dem Leben“ für beste Unterhaltung und viele Lacher. Der Bildungstag klang bei Kaffee und Kuchen in gemütlicher Runde aus.


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