Der Zuspruch der Bewohner im Seniorenwohnheim „Am Reiserwinkel” bei den vierzehntätigen Gottesdiensten der beiden christlichen Religionsgemeinschaften St. Johannes der Täufer und St. Johannes Baptista spricht für sich. Die Plätze sind von den gläubigen Christen und Pfarrangehörigen bis auf den letzten Platz besetzt. Sowohl Pfarrer Max Früchtl (katholisch) als auch Pfarrer Wilfried Römischer (evangelisch) wissen dies sehr zu schätzen. Einmal im Jahr gedenken die Geistlichen im Rahmen einer ökumenischen Andacht gemeinsam der Verstorbenen der letzten zwölf Monate. Heimleiter Carsten Fischer und die neue Pflegedienstleiterin Petra Bergmann sind beiden Seelsorgern für diesen Betreuungsdienst überaus dankbar.
Am vergangenen Mittwoch hatten sich die Heimbewohner wieder als große Familie im Kommunikationsraum des Heimes eingefunden, um mit beiden Ortsgeistlichen die Andacht zu feiern. Heimleiter Carsten Fischer hatte eingangs festgehalten, dass die ökumenische Andacht im Seniorenwohnheim von den Bewohnern nicht mehr wegzudenken ist. Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer lassen die Heimbewohner auch während des ganzen Jahres durch ihre 14-tätigen Gottesdienste nicht im Stich und bringen den Segen Gottes mit. Das gemeinsame Miteinander bei der Andacht ist zu einem jährlichen Höhepunkt der christlichen Feiern im Heim geworden. Die Andacht, ein wichtiger Bestandteil des seelsorgerischen Angebots, wird von allen Bewohnern sehr geschätzt. Verbunden ist der Gottesdienst zugleich als Vorausschau auf die kommende Adventszeit. In ihren Gebeten, Fürbitten und Liedern gedachten die beiden Ortsgeistlichen der 20 verstorbenen Heimbewohner des vergangenen Jahres. Sterben ist wie ein Umzug, hielt Pfarrer Römischer fest und Pfarrer Früchtl sagte, dass wir den Weg zu den Heiligen und Erlösten gehen. Dabei zündeten sie ein Licht der Hoffnung für jeden Verstorbenen an. Für die musikalische Gestaltung der Andacht sorgte wieder Kantor Andreas Kunz am Keyboard, der gemeinsam mit den Besuchern die Lieder „So nimm denn meine Hände”, „Von guten Mächten” und am Schluss der Andacht „Großer Gott wir loben dich” sang. Die Andacht endete mit dem Vaterunser und einem gemeinsamen Segen der Geistlichen. Dieser würdevolle Abschluss war ein tiefes Erlebnis christlichen Glaubens in einer großen Gemeinschaft.