In einem würdigen Rahmen feierten die Einwohner im Waldershofer Ortsteil Masch am Sonntag das 70-jährige Patrozinium der Kapelle Maria Königin. Den festlichen Gottesdienst zelebrierte Pfarrer Thomas Strunz, ein gebürtiger Mascher. Ihm zur Seite standen Pfarrer Sven Grillmeier und Pater Josef. Für die musikalische Umrahmung sorgte Mesner Peter Gärtner an der Orgel.
Pfarrer Thomas Strunz erinnerte in seiner Predigt an die Geschichte des kleinen Gotteshauses und freute sich über den hervorragenden Besuch. Alle Plätze in der Kapelle und die aufgestellten Stühle vor dem Eingang waren bis auf den letzten Platz besetzt.
Die Idee entwickelte Bischöflich Geistlicher Rat Josef Strunz, den er wie folgt formulierte: „Seit meinen Priesterjahren dränge sich in mir der Wunsch auf, im Heimatdorf beim Bau einer Kapelle mitzuhelfen.“
Ein günstiger Augenblick war für die Kapellenplaner gekommen, nachdem die Umfahrung von Pullenreuth nach Waldershof realisiert war. Anfang 1955 trafen sich mehrere Einwohner von Masch, die diese Idee verwirklichen wollten, und sammelten Spenden in Höhe von 6000 DM, die den Grundstock für den Kapellenbau bildeten. Im Mai 1955 begannen die Bauarbeiten, bei denen die Dorfbewohner Hand- und Spanndienste leisteten. Die beiden Glocken mit den Inschriften „Heiliger Josef, Patron der Sterbenden, bitte für uns“ und „Ave Maria“ wurden gestiftet, ebenso die Kirchenstühle, der Tabernakel, die Madonna „Maria Königin“, die Figuren des Heiligen Josef und des Heiligen Wendelin, das Harmonium und mehrere Messgewänder.
Die Einweihung der Kapelle „Maria Königin“ erfolgte am 12. August 1956 durch Dekan Alois Kellner im Auftrag des bischöflichen Ordinariats, assistiert von Stadtpfarrer Karl Strunz (Roding) und Stadtpfarrer Josef Strunz (Bärnau), deren Elternhaus sich in Masch befindet. Im Jahr 1996 wurden notwendige Renovierungsmaßnahmen durchgeführt.
Pfarrer Thomas Strunz betonte, dass in der Kapelle regelmäßig Messfeiern, Andachten und Rosenkranzgebete stattfinden. Auch ein Bittgang der Pfarrgemeinde Sankt Sebastian und der Expositur Gemeinde Mariä Heimsuchung aus Poppenreuth steht jährlich auf dem Programm. Weiter führte Thomas Strunz aus: „Das kleine Gotteshaus ist in der Regel tagsüber geöffnet und wird von vielen Besuchern zum stillen Gebet aufgesucht.“
Zweiter Bürgermeister Helmut Härtl überbrachte die Glückwünsche der Stadt Waldershof anlässlich des 70-jährigen Patroziniums und wies darauf hin, dass derzeit eine Neugestaltung des Dorfplatzes ins Auge gefasst wird.
Für die Dorfgemeinschaft bedankte sich Rita Fischer bei den drei Seelsorgern für den feierlichen Gottesdienst und überreichte Erinnerungsgeschenke. Für den Ansturm bei dem anschließenden Dorffest waren die Helfer der Dorfgemeinschaft bestens gerüstet und bedanken sich an dieser Stelle für den hervorragenden Besuch.