44 Gäste reisten im Rahmen einer KulturTour des CeBB/Centrum Bavaria Bohemia, Schönsee, und Bavaria Bohemia e.V. am Samstag, 24. Oktober 2026, ins Erzgebirge.
Auf dem Programm stand zu Beginn der Fahrt das Städtchen Jáchymov (Sankt Joachimsthal), eine traditionsreiche Bergstadt, die einst nach Prag die zweitgrößte Stadt in Böhmen war. Nach dem Silberfund im Jahr 1516 wuchs die Stadt rasant; später durften die Grafen Schlick hier Silbermünzen prägen – die sogenannten Joachimsthaler. Heute ist Jáchymov für sein Radon-Heilbad bekannt.
Die Reisegruppe erkundete den Stollen Nr. 1 in Jáchymov, der auf 300 Metern Länge die Abbaumethoden bei der Gewinnung von Mineralien im vergangenen Jahrhundert zeigt. Eindrucksvoll ließen sich die schweren Bedingungen nachvollziehen, unter denen politische Gefangene in diesen und ähnlichen Stollen zur Arbeit gezwungen wurden.
Anschließend ging es in die Lateinische Bibliothek mit ihren alten und wertvollen historischen Büchern aus dem 16. Jahrhundert, die an die Zeit erinnert, als Jáchymov eine wohlhabende und bedeutende Bergstadt war.
Das Mittagessen nahm die Reisegruppe im Grünen Haus in Boží Dar (Gottesgab) ein. Gottesgab ist die höchstgelegene Stadt Tschechiens und heute ein bedeutender Wintersportort. Das Grüne Haus, ein Hotel und Restaurant, gehört zu den wenigen erhaltenen Kulturdenkmälern von Boží Dar. Sein Alter wird auf das Jahr 1542 datiert.
In unmittelbarer Nähe befindet sich der Klínovec (Keilberg), der mit 1.244 Metern die höchste Erhebung des Erzgebirges ist. Aufgrund des schlechten Wetters konnte die Aussicht leider nicht genossen werden.
Vor der Heimfahrt in die Oberpfalz machte die Reisegruppe Station in Chodová Planá (Kuttenplan), wo im urigen Brauereikeller nicht nur das Bier, sondern auch das Abendessen schmeckte.