Unter dem Leitwort „Herr, bleibe bei uns!” stand die diesjährige Totengedenkfeier der Pfarrei-Senioren. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher waren der Einladung gefolgt, sodass der Nachmittag bestens besucht war. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand das Evangelium von den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Die biblische Erzählung handelt von zwei Menschen, die traurig und voller Enttäuschung unterwegs sind, weil sie den Tod Jesu noch nicht begreifen können. Da gesellt sich der auferstandene Christus zu ihnen und geht mit ihnen. Diese Begegnung bildete den roten Faden der besinnlichen Feier. In der Ansprache von Pfarrer Andreas Hanauer wurde die Geschichte der Emmausjünger mit der eigenen Erfahrung von Abschied und Trauer verbunden. Auch wir kennen die Worte: „Wir aber hatten gehofft.” Wenn ein vertrauter Mensch stirbt, bleiben Erinnerungen und auch unbeantwortete Fragen zurück. Doch die Botschaft des Evangeliums schenkt Trost und Zuversicht: Christus lässt uns nicht allein. Er geht unsere Wege mit, gerade auch durch die schweren Stunden des Lebens. Der christliche Glaube verspricht kein Leben ohne Abschied, aber er schenkt die Hoffnung, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Gottes Liebe ist stärker als der Tod. In den Fürbitten wurde besonders der verstorbenen Seniorinnen und Senioren gedacht, für die jeweils eine Kerze entzündet wurde. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle zu einem gemütlichen Beisammensein eingeladen. Bei duftendem Kaffee und den traditionellen „Allerheiligen-Spitzeln” entwickelte sich ein froher und geselliger Nachmittag. So verband dieser Nachmittag auf schöne Weise das stille Gedenken an die Verstorbenen mit der Freude an der Gemeinschaft. Er machte deutlich, wie wertvoll es ist, miteinander unterwegs zu sein, füreinander Zeit zu haben und die Hoffnung des Glaubens miteinander zu teilen. Ein herzliches Dankeschön gilt allen, die zur Vorbereitung und Gestaltung dieses gelungenen Nachmittags beigetragen haben.