„Wenn wir zu einem Kindernotfall im Rettungsdienst gerufen werden, fährt Adrenalin mit“, meint die Notärztin Dr. Gudrun Graf. Gemeinsam mit Johannes Windschiegl, dem stellvertretenden Kreisbereitschaftsleiter des BRK hatte sie zu einer Fortbildung zur Kinderreanimation in das Rotkreuzhaus Neustadt geladen. Ein Thema, das unter die Haut geht. Dominic Fischer, Rettungsdienst-Ausbilder und Notfallsanitäter am Christoph Nürnberg, referierte kompetent, lehrreich, umfassend und gut verständlich vor den 80 Kursteilnehmern.
Auch praktische Übungen unter Anleitung des Referenten, der sich besonders für Kindernotfälle engagiert, wurden angeboten. Vom „Baby bis zum Kleinkind“ konnten die Rettungsdienstler an Puppen üben. Es ist extrem schwierig, bei kleinen Patienten einen Venenzugang zu legen. Als Alternative wird im Notfall eine kleine Nadel in den Unterschenkelknochen gelegt. Unter Anleitung von Notfallsanitäter Tino Unbehaun übten die Teilnehmer das „Knochenbohren“ an Hühnereiern und Hähnchen-Schlegeln.
Die dritte Übungsstation war ein Ultraschallworkshop mit „Sono am Kind“, den Gudrun Graf gemeinsam mit Johannes Windschiegl leitete. Geplant ist, dass jeder RTW mit einem Ultraschallgerät ausgestattet wird. Die Kinder „Paul und Patrick“ durften mit Erlaubnis von Papa Christian Hammer, Rettungsdienstler aus Neustadt, geschallt werden. Die Sonogeräte hatte die Firma 4Medic aus Windischeschenbach zur Verfügung gestellt. „Ein rundum gelungener Abend“, da waren sich Organisatoren, Referenten und Teilnehmer einig.