Ein großer Tag für die Feuerwehr Meerbodenreuth. Nachdem das bisherige Fahrzeug bereits über 30 Jahre im Dienst war, konnten sie Anfang September ihr neues LF 10 abholen. Am Sonntag feierten sie mit den umliegenden Wehren die Fahrzeugweihe am Dorfplatz.
Nach vier Jahren intensiver Planungsphase und vielen Gesprächen war es im September soweit: Die Feuerwehrkameraden aus Meerbodenreuth konnten ihr neues Löschgruppenfahrzeug vom Aufbauhersteller aus Österreich abholen. Bei der Einfahrt ins Dorf wurden sie gebührend von den Böllerschützen sowie der Dorfgemeinschaft und der Nachbarwehr aus Parkstein empfangen.
Fast auf den Tag genau 32 Jahre nach der letzten Fahrzeugsegnung des damals neu erworbenen und bis heute im Dienst befindlichen LF 8/6 konnte am Sonntag unter Leitung von Stadtpfarrer Kopp das neue und festlich geschmückte LF 10 auf dem Dorfplatz direkt neben der Kapelle gesegnet werden. Die Meerbodenreuther Wehr feierte gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden der umliegenden Wehren aus Altenstadt, Hammerles, Kirchendemenreuth, Klobenreuth und Parkstein den Gottesdienst, in dem die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr die Fürbitten vortrugen. Aufgrund des Wetters musste dieser unter Zelten und Pavillons stattfinden.
In den anschließenden Grußworten hob Vorsitzender Wolfgang Reichl die Bedeutung des neuen Feuerwehrfahrzeugs für die Wehr aber auch für die Ortschaft hervor. 1. Bürgermeister Ernst Schicketanz dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung und bezifferte die Kosten in Höhe von ca. 540.000 €, die die Gemeinde für das Löschfahrzeug aufwendete. Hiervon werden vom Freistaat Bayern noch 136.000 € gefördert. Schicketanz bedankte sich in diesem Zuge auch bei den Fördermittelgebern für die finanzielle Unterstützung der Gemeinde. Auf die Historie der Löschgeräte der Wehr ging Kommandant Raimund Pamler ein. Dabei kam zum Ausdruck, dass das neue LF 10 erst das dritte Fahrzeug in der Geschichte der Meerbodenreuther sei, da vor 1975 handbetriebene Spritzenwagen oder Anhänger mit Tragkraftspritzen genutzt worden seien. Außerdem bedankte er sich bei der Gemeinde Altenstadt, die als Träger der Feuerwehr auch die finanziellen Mittel großzügig für solch umfangreiche Projekte zur Verfügung stellt, zumal zur gleichen Zeit auch ein neues Feuerwehrhaus im Bau ist, welches im nächsten Jahr mit dem neuen Fahrzeug bezogen werden kann. Dies sei ein großer Meilenstein für die Brandschützer. Zum Schluss beglückwünschte Kreisbrandrat Marco Saller die Meerbodenreuther Wehr zu ihrem neuen und modernen Löschgerät und hob hervor, dass damit auch einsatztaktische Veränderungen Einzug erhalten würden, welche auch intensiv geübt werden müssten. Er wünschte allzeit gute Fahrt und immer eine gesunde Rückkehr von allen Einsätzen.
Im Anschluss hatten alle Besucher noch die Möglichkeit, das neue LF 10 zu besichtigen. Mit 2000 Litern fasst der Wassertank mehr als dreimal so viel wie das Vorgängermodell, was gerade bei den heuer sehr häufig vorgekommenen Vegetationsbränden ein großer Vorteil ist. Das Wasser wird mit einer Pumpe, die maximal 3000 Liter pro Minute schafft, gefördert. Außerdem ist die Motorleistung mit 320 PS doppelt so hoch wie beim LF 8/6. Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, die vier Atemschutzgeräte schon auf der Anfahrt im Mannschaftsraum anlegen zu können, was einen großen zeitlichen Vorteil mit sich bringt. Aufgrund der großen Anzahl an Verbesserungen muss das Fahrzeug nun intensiv beübt werden und kann Anfang Oktober offiziell in den Einsatzdienst gestellt werden.