Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gmünd am 6. Januar im Haus der Vereine stand der Rückblick auf das Jahr 2025 im Mittelpunkt. Vier Berichte zeigten, was sich im Laufe des Jahres im Gerätehaus, im Ort und bei den zahlreichen Terminen der Feuerwehr getan hat.
Den Auftakt übernahm Vorsitzender Tobias Schatz mit dem Bericht des Feuerwehrvereins. Neben dem prall gefüllten Terminkalender – vom Maibaumfest über Gartenfest und Johannisfeuer bis hin zu Zoiglabend, Volkstrauertag und Nikolausaktion – ging es auch um Arbeiten, die meist abseits der Öffentlichkeit erledigt werden. So wurden die beiden Kinderspielplätze weiterhin regelmäßig geprüft und instand gehalten, kleinere Reparaturen eingeschlossen.
Auch im Haus der Vereine war 2025 einiges zu tun: In der Küche wurde ein neuer Geschirrspüler angeschafft, im linken Saal die Kühltheke erneuert. Die Floriansstube erhielt neuen Anstrich und einen großen Fernseher. Im Grillstand wurden turnusmäßig die Gasleitungen erneuert und geprüft, zudem entstand am Dachboden eine Luke zur besseren Lagerung der Zeltgestänge. Ergänzt wurde die Ausstattung im Haus der Vereine durch einen Wickeltisch in der Behindertentoilette.
Im Bericht der aktiven Wehr legte 1. Kommandant Manfred Krauß die Einsatzbilanz vor: 52 Einsätze musste die Feuerwehr Gmünd im Jahr 2025 bewältigen – ein Einsatz mehr als im Vorjahr. Hinzu kamen zwölf Übungen, eine Maschinistenübung, eine Atemschutzübung sowie eine gemeinsame Einsatzübung mit der Feuerwehr Grafenwöhr am Jugendheim. Die Atemschutzgeräteträger absolvierten außerdem die verpflichtende Belastungsstrecke in Neuhaus.
Breiten Raum nahm auch die Aus- und Fortbildung ein. In Gmünd fand eine Schaumtrainer-Schulung mit 14 Aktiven statt, weitere Lehrgänge reichten von CSA-Ausbildung über Vermisstensuche und Einsatzfahrten-Simulator bis hin zur Qualifikation Ausbilder Absturzsicherung. Bei den Beschaffungen nannte Krauß unter anderem neue Blitzleuchten für den Mannschaftstransportwagen, die durch den Verein finanziert wurden, sowie kleinere Ausrüstungs- und Ersatzbeschaffungen.
Im Anschluss veranschaulichte stellvertretender Kommandant Jonas Neubauer das Einsatzjahr mit Bildern und kurzen Erläuterungen. Die Präsentation zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Einsatzlagen waren und wie viel ehrenamtliche Arbeit hinter den nüchternen Zahlen steckt.
Über den Feuerwehrnachwuchs berichtete anschließend Jugendwartin Annalena Stobitzer. Sie schilderte ein insgesamt ruhigeres, aber kontinuierliches Jahr der Jugendfeuerwehr. Neben dem regelmäßigen Übungsbetrieb beteiligten sich die Jugendlichen an verschiedenen Vereins- und Gemeindeterminen, etwa beim Johannisfeuer, beim Volkstrauertag oder bei Aufbauarbeiten für Veranstaltungen. Ein wichtiger Bestandteil war zudem die Teilnahme einzelner Jugendlicher an Übungen der aktiven Wehr, um erste praktische Erfahrungen zu sammeln. Beim Wissenstest mit dem Schwerpunkt Erste Hilfe erzielte die Jugendfeuerwehr gute Ergebnisse. Gleichzeitig sprach Stobitzer offen an, dass die Übungsbeteiligung zeitweise rückläufig war, und formulierte das Ziel, im kommenden Jahr wieder mehr Verlässlichkeit und Beteiligung zu erreichen. Neu in die Jugendfeuerwehr aufgenommen wurden Nico Arnold und Lera Brodt. Im Laufe des Jahres 2025 wurden zudem vier ehemalige Mitglieder der Jugendfeuerwehr volljährig und konnten erfolgreich in die aktive Wehr übernommen werden. Tim Neubauer, Melissa Schatz, Clara Heumüller sowie Fiona Walberer verstärken seitdem die Einsatzabteilung der Erwachsenen. Diese Entwicklung ist für die Wehr besonders erfreulich, da die erfolgreiche Nachwuchsgewinnung eine zentrale Voraussetzung dafür ist, den Brandschutz sowie den technischen Hilfsdienst für die Bürgerinnen und Bürger auch künftig dauerhaft sicherzustellen.
Den Abschluss der Berichte bildete Kinderfeuerwehrwartin Sabrina Krauß, die aus dem Jahr der Kinderfeuerwehr berichtete. Rund 20 Kinder nahmen 2025 regelmäßig an den Gruppenstunden im Feuerwehrhaus teil. Dabei ging es nicht nur um Basteln und Spiele, sondern auch um erste feuerwehrnahe Inhalte: Notruf absetzen, einfache Erste-Hilfe-Maßnahmen, Gerätekunde sowie praktische Übungen mit Schläuchen und Wasser. Höhepunkte waren unter anderem die Abnahme der Kinderflamme, gemeinsame Aktionen mit anderen Feuerwehren, eine Nachtwanderung, Ausflüge sowie Besuche von Polizei, Rettungsdienst und der Feuerwehr Grafenwöhr. Auch eine gemeinsame Baumpflanzaktion hinter dem Gerätehaus wurde umgesetzt. Die Nachfrage nach Plätzen in der Kinderfeuerwehr ist weiterhin hoch, eine Warteliste besteht bereits.
Zum Abschluss der Veranstaltung richtete sich Erster Bürgermeister Edgar Knobloch mit einem Grußwort an die Versammlung. Er dankte den Feuerwehrdienstleistenden für ihren Einsatz und die vielen ehrenamtlichen Stunden, die sie im vergangenen Jahr für die Sicherheit und Gemeinschaft in Gmünd und der Umgebung geleistet haben.