Es war ein Festgottesdienst zum 25-jährigen Weihejubiläum von Diakon Ulrich Wabra in der St. Erhard Kirche in Roggenstein. Mit einer großen Schar von Ministranten zog der Jubilar mit Pater Jo Jovilla-Kurian in das vollbesetzte Gotteshaus ein. Pater Jo stellte eingangs heraus, welche hervorragende Dienste der Diakon in der Pfarreiengemeinschaft Leuchtenberg-MIchldorf-Roggenstein leistet und gratulierte ihn zu seinem silbernen Jubiläum. Der heutige Festtag, Kirchweih und Weihejubiläum ist ein Tag, wo wir danken und damit tragen wir unseren Glauben, so der Pater.
In der Predigt erfuhren die Gläubigen den Lebensweg ihres Diakon. Er selbst erzählte ihnen von seinem Leben und stellte eingangs heraus, „als ich die Ankündigung zu meinem Gottesdienst im Pfarrbrief gelesen habe, da hab ich ganz ehrlich gesagt ein wenig Herzklopfen bekommen. Für einen Einzelnen zu feiern ist seiner Ansicht nach nicht richtig, den viele Menschen leisten viel ohne das man sie besonders hervorhebt. Bei einem Diakon, ist das schon gar nicht angebracht, weil Diakone keine Hauptpersonen, sondern die Seelsorger der zweiten Reihe sind und das für ihren Dienst auch bleiben müssen.“ Diakon Wabra blickte mit Dankbarkeit auf die vergangenen 25 Jahre zurück und erzählte über die Stationen seiner Seelsorgearbeit. Nach dem Theologiestudium in Benediktbeuern folgte die Tätigkeit in der Bildungsarbeit des Klosters. Nach sieben Jahren kam er nach Bodenmais hier war er im Religionsunterricht eingesetzt und hat die Ministrantenarbeit neu und erfolgreich aufgezogen. Fünf Jahre später wurde er zum Diakon geweiht mit Versetzung nach Neunburg vorm Wald. Dort baute er in den 13 Jahren Amtszeit die Ministrantengruppe auf 100 auf und die Unternehmungen mit ihnen waren sehr vielfältig und einladend. Die Diözese Regensburg versetzte ihn in an die Domfarrei St. Ulrich und St. Emmeram und hier war die Seelsorgesituation eine ganz andere. Hier ging es auch um Obdachlose aber viele Ehrenamtliche halfen hier mit. Das Wohnen und Arbeiten in Regensburg, und nur am Montag zuhause sein, war kein gutes Lebensmodell und dazu drei Stunden Fahrzeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Blick auf die Gesamtdiözese war spannenden aber trotzdem bat er heimatnah eingesetzt zu werden. Die Versetzung in diese Pfarreiengemeinschaft war im September 2025 um hier Pater Jo, der ein großes weites Herz hat, zu unterstützen, so der Jubilar. Er dankte allen die in den drei Pfarreien mitüberlegen, mitplanen und mithelfen und ganz besonders seiner Familie, Ehefrau Veronika und seinen Kindern Maria und Wolfgang.
Die Ehrenamtlichen der Pfarreiengemeinschaft sprachen ihrem Diakon ein herzliches Vergelt`s Gott aus und er habe in dieser Zeit mit viel Geschick, Gespür für Jung und Alt mit Einsatz und Herzblut entscheidend mitgeprägt. Besonders sind die Predigten eine große Bereicherung und für jeden verständlich. Sie dankten auch seiner Frau, die ihm stets den nötigen Rückhalt gibt. Die Jubiläumsmesse wurde vom Männergesangverein „Liederkranz“ umrahmt. Auch die Frau vom Diakon begleitet die Festmesse zwischendurch auf ihrer Harfe. Nach der kirchlichen Zeremonie gab es einen Stehempfang vor dem Gotteshaus und da wurde nicht nur mit dem Jubilar angestoßen, sondern sie standen Schlange um ihn persönlich zu gratulieren, zu danken und die beste Wünsche aus zu sprechen, sowie auch seiner Familie.