Die Filialkirche Hessenreuth wurde grundsaniert. Den Abschluss der Arbeiten nahmen die Ortschaft Hessenreuth und die Pfarrei Kastl, zu der auch Hessenreuth gehört, zum Anlass, einen Dankgottesdienst zu feiern. Ortspfarrer Thomas Kraus und Ruhestandspfarrer Heribert Stretz sprachen Begrüßungs- und Dankesworte aus. Die Renovierung sei ein Zeugnis des Zusammenhalts in der Ortschaft Hessenreuth. Kraus ging in seiner Ansprache darauf ein, sich trotz einer sinkenden Zahl von Gläubigen nicht dem Pessimismus hinzugeben, sondern in der Gegenwart zu leben und sich vom Geist erfüllen zu lassen, den alle Gläubigen in allen Generationen gespürt haben, wenn sie sich für ein Gotteshaus eingesetzt haben. Er rief dazu auf, lebendige Steine zu sein, und die Kirche als einen Ort zu betrachten, an dem dieser wahre Geist aufgetankt werden kann.
Das neubarocke Gotteshaus, das der Heiligen Familie geweiht ist, wurde vor 115 Jahren erbaut. Im Rahmen der Renovierung wurde vor allem der von Feuchtigkeit befallene Sockel der Kirche frei- und trockengelegt. In diesem Zusammenhang wurden umfangreiche Erdarbeiten durchgeführt. Die Kirche wurde zum Teil neu verputzt und neu gestrichen. Die Altäre und Bilder im Innenraum wurden grundsaniert. Das Ergebnis ist ein herausgeputztes Kirchengebäude, das nicht nur von Gottesdienstbesuchern, sondern auch von Wanderern und Fahrradfahrer gerne aufgesucht wird.
Die Instandhaltungskosten der Filialkirche beliefen sich auf rund 165 Tausend Euro. Die Finanzierung durch die Kirchenstiftung Kastl wurde von staatlichen Einrichtungen und der Kommune bezuschusst. Die Baukosten waren deshalb nicht höher, weil ein großer Anteil der Bauarbeiten durch Eigenleistung der Ortsansässigen erbracht wurde. Viele Hessenreuther haben unzähligen Stunden für die Renovierung aufgewendet und tatkräftig mitgewirkt. Pfarrer Heribert Stretz nannte insbesondere die Familien Rainer Rupprecht, Ludwig und Waltraud Arnold, sowie Robert und Brigitte Steinkohl.