Warum soll man sich ehrenamtlich in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren.
Mit dieser Frage eröffnete Vorsitzender Winfried Prokisch die diesjährige Jahreshauptversammlung und lieferte die Antwort gleich selbst mit. „Es ist das Gefühl, Teil eines starken Teams zu sein. Es sind Freundschaft und Kameradschaft, die verbinden. Es ist das gute Gefühl, dazuzugehören und gemeinsam etwas zu bewegen”.
Genau das, so betonte er, sei Motivation genug, sich mit Engagement für die Feuerwehr einzusetzen.
Wie der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht betonte, stand neben Veranstaltungen und Festbesuchen vor allem die zeit intensive Vorbereitung auf das 125jährige Gründungsfest Im Mittelpunkt. Prokisch blickte auf den, wie er betonte, „hervorragenden Festkommers und die Jubiläumsfeier zurück und dankte allen Helfers sowie Walter Ehlich, der ihn „während seiner Krankheit tadellos vertreten hat”.
Wie erster Kommandant Raphael Pscherer berichtet, hatte die Wehr im vergangenen Jahr 18 Einsätze mit 339 Einsatzstunden zu bewältigen. Sie gliedern sich auf in 10 t4echnische Hilfeleistungen, drei Brandeinsätze, zwei Sicherheitswachen, einen ABC-Einsatz, einen Erste-Hilfe-Einsatz und einen Fehlalarm. Die Unterlinder Wehr wird in Zukunft . Die Unterlinder Wehr wird in Zukunft auch bei Kontingenteinsätzen mit einbezogen z. B. bei Waldbrandbekämpfung, Ölwehr oder Wasserfördersystem Bayern. Für uns eine echte Herausforderung.” Wie Pscherer betont. Besonders hervorzuheben ist sei auch die enge Zusammenarbeit im 18. Löschzug sowie die Kooperation mit benachbarten Feuerwehren. Einen hohen Stellenwert habe auch die Aus- und Weiterbildung.
„Intensiv hat sich auch die Kindergruppe mit den Vorbereitungen zum Festkommers beschäftigt und für die Aufführung geübt. Hier zeigten die Kinder viel Mut und Selbstvertrauen vor knapp 180 Zuschauern” berichtete Leiterin Susanne Bayer.
Durch verschiedene Experimente konnte die „Minilöschbande” auch anschaulich und praxisnah erleben, „was brennt, was brennt nicht?”. Ein Ausflug zur Feuerwehr Wunsiedel stand auf dem Programm: Ein echter Abenteuermoment, bei der ein Kuscheltier aus luftiger Höhe mit der Drehleiter gerettet wurde. Im Mai fand der erste Kinderfeuerwehrerlebnistag der Ochsenkopfgemeinden statt. Rund 80 Kinder der sechs Kinderfeuerwehren begaben sich auf eine spannende und lehrreiche Wanderung mit sieben abwechslungsreichen Stationen auf dem Themenweg „Bienen und Wald”.
Des weiteren standen Fortbildungen, Feste feiern und besuchen auf dem Programm. Zwei Kinder wurden 2025 in die Jugendfeuerwehr übergeben
Die Jugendlich hatten an der Jugendflamme, dem Jugendleistungsmarsch teilgenommen und eine 24h-Übung abgehalten, berichtete Leiterin Pamela Korn. Somit wurde ab Januar im 14-tägigen Rhythmus mit den Übungen begonnen. Im März wurde der Verein zur Teilnahme an einer Baumpflanz-Challenge nominiert, auch hier war die Jugendgruppe vertreten. Zwei Jugendliche nahmen an der MTA-Grundausbildung teil, im Rahmen dieser Ausbildung legten sie erfolgreich die Prüfung zum Sprechfunker ab. Am 02. Juni legten fünf unserer Jugendlichen erfolgreich die Jugendflamme Stufe 1 ab. Am 28. Juni nahmen vier Jugendliche am Leistungsmarsch in Goldkronach teil, wobei vielfältige Aufgaben bewältigt werden mussten. Am Ende erreichten sie den 11. Platz und bekamen einen Pokal. Am 11. Juni fand die 24h-Übung statt, am 18. Oktober die Abnahme der Jugendflamme in Bad Berneck. Die Jugendlichen legten die Stufe zwei ab und zwei Jugendliche die anspruchsvolle Stufe 3 der Jugendflamme. Sie bewältigten verschiedene feuerwehrtechnische Aufgaben und konnten am Ende des Tages mit einer Siegerehrung und ihrem Abzeichen in der Tasche nach Hause fahren
Bei den anstehenden Wahlen wurden vier Vertrauensleute gewählt: Siegfried Hofmann, Eveline Hofmann, Franz-Julian Pscherer und Siegmund Geisler.
Für 40 Jahre Vereinsmitgliedschaft wurden Michael Heindl, Willibald Köstler und Karl-Heinz Seidl geehrt, für 50 Jahre Hubert Kill, Reinhard König, Rupert Lehnert, Adolf Steck, Raimund Voit, Siegmund Brunner, Walter Ehlich, Harald Kuhbandner und Josef Wiche
Für 10 Jahre aktiven Dienst wurden geehrt: Christopher Prechtl, für 20 Jahre Markus Kuhbandner. Für 50 Jahre aktiven Dienst erhielt Walter Ehlich das große Ehrenzeichen des Freistaats Bayern.
Simon Glaser und Maximillian Kuhbandner wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert.
Zweiter Bürgermeister und Kreisbrandmeister Johannes Geisler entschuldigte ersten Bürgermeister Franz Tauber und nannte 2025 mit seinem gelungenen Festkommers und 125jährigen Gründungsfest ein bewegendes Jahr. Er überbrachte den Dank von Bürgermeister Sebastian Voit, Fichtelberg für die Hilfe bei einem großen Brandeinsatz in der Nachbargemeinde. Auch erklärte der , dass die Anschaffung von neuen Fahrzeugen für die Gemeinde nicht einfach sei und die Stabilisierungshilfe für solch eine enorme Anschaffung nicht ausreiche, um das LF8 der Wehr durch ein HLF zu ersetzen. Weiterhin werde nach einer Lösung gesucht. Geisler sicherte für die Ausrichtung des Jugendfeuerwehrtages 2026 der Unterlinder Wehr die Unterstützung der Gemeinde und des Bauhofes mit ihren Gerätschaften zu.
Kreisbrandinspektor Jürgen Wunderlich betonte, dass die Unterlinder Wehr „hervorragend funktioniere und mit 65 Aktiven gut aufgestellt sei. Erfreulich sei, dass Unterlind mit seiner gut aufgestellten Kinder- und Jugendgruppe noch keine Nachswuchsprobleme habe. Und er dankte insbesondere Susanne Bayer und Pamela Korn für die gute Arbeit in der Nachwuchsausbildung und auch allen, die in der FFW mitarbeiten: Denn alle werden gebraucht und die Einsätze immer anspruchsvoller. Info:
Der FFW Unterlind gehören 181 Mitglieder an, aufgeteilt in 14 Kinder, 12 Jugendliche, 39 aktive und 116 passive Mitglieder
Foto: Pamela Korn
Von links:
Kreisbrandinspektor Jürgen Wunderlich, 50 Jahre Vereinsmitglied 2. Vorsitzender
Walter Ehlich, Siegmund Brunner und Josef Wiche, 1.Vorsitzender und Ehrenkreisbrandinspektor Winfried Prokisch, 1.Kommandant Raphael Pscherer, 2.Bürgermeister und Kreisbrandmeister Johannes Geisler.