Die Kolpingsfamilie organisierte an Karfreitag einen Kreuzweg zum 1985 errichteten Kreuz am Kalvarienberg. (Bild: Karl Ziegler)

Kreuzweg zum Kalvarienberg hat lange Tradition

Der Kreuzweg zum Kalvarienberg am Eslarner Ortsteil Steinboß ist seit Jahrzehnten am Karfreitag fester Bestandteil des kirchlichen Lebens in der Pfarrei. Zahlreiche Gläubige aus der am 1. September 2025 geschlossenen Pfarreiengemeinschaft Eslarn-Moosbach versammelten sich auch in diesem Jahr am Karfreitag an der Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“, um gemeinsam beim Kreuzweg zum „Kalvarienberg“ an den Leidensweg Jesu zu gedenken. Die Wurzeln dieser örtlichen Tradition reichen ins Jahr 1985 zurück. Damals beschloss die Vorstandschaft der Kolpingsfamilie (KF) in mehreren Sitzungen auf dem Kalvarienberg nicht nur ein großes Feldkreuz zu errichten, sondern auch einen Kreuzweg anzulegen. Am 6. Mai 1985 wurde die entsprechende Eingabe beim Gemeinderat gemacht und die Steine für die Stationen ausgewählt. Nach dem Ausmessen der Stationen im September und dem Legen des Fundaments für das Feldkreuz im Oktober konnten Anfang November mit ausgewählten Steinen die 14 Kreuzwegstationen sowie das große Kreuz errichtet werden. Die feierliche Einweihung erfolgte am Buß- und Bettag, dem 20. November 1985, durch Präses Dekan Hugo Wagner. Seither findet alljährlich am Karfreitag der Kreuzweg von der Pfarrkirche hinauf zum Kalvarienberg statt. Dabei wird in 14 Stationen an das Leiden und Sterben Jesu Christi erinnert. Unter dem Leitgedanken „Die Stunde ist nah“ wird der Leidensweg Jesu vom Verrat durch Judas bis hin zur Kreuzigung in 14 Stationen betrachtet und im Gebet nachvollzogen. Der Kalvarienberg, als höchster Punkt des Ortsteils Steinboß, bietet hierfür einen würdigen Rahmen. Auch in diesem Jahr wurde der Kreuzweg von der Kolpingsfamilie organisiert. Erstmals gestaltete Pfarrer Udo Klösel von der Pfarreiengemeinschaft gemeinsam mit Pfarrvikar Basil mit Gebeten den Kreuzweg. Unterstützt wurden sie von Pfarrgemeinderätin Agnes und Pfarrgemeinderat Gregor Härtl. Unter den vielen Teilnehmern befand sich auch der frühere Ortspfarrer i. R. Erwin Bauer aus Oberviechtach. Pfarrer Klösel zeigte sich erfreut über die großartige Beteiligung. Zahlreiche Frauen und Männer machten sich auf den Weg zum Kalvarienberg und setzten damit ein Zeichen lebendigen Glaubens und gelebter Gemeinschaft. Der Kreuzweg am Steinboß bleibt somit nicht nur ein Ort der Erinnerung und Besinnung, sondern in der Eslarner Glaubensgemeinschaft ein Ausdruck einer tief verwurzelten Tradition.
Bei den Neuwahlen wurde Hans Pronath für die nächsten drei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertrete ist Karl Rauch. Zur Schriftführerin wurde Maria Richthammer gewählt, Kassier ist Franz Most und als Präses fungiert weiterhin P. Alban Siegling. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alois Dirmeier, Michael Herzog, Kurt Koppmann, Gaby und Gerhard Reiml, Gabi Zellner und Birgit Höcherl.  (Bild: Georg Hirmer)

Neuwahlen beim Kolping-Bezirksverband

Die Jahresversammlung der Kolpingsfamilien im Bezirksverband Schwandorf war geprägt von Neuwahlen und einen Impulsvortrag zu den pastoralen Planungen der Diözese Regensburg. In seinem Tätigkeitsbericht zeigte Bezirksvorsitzender Hans Pronath die Entwicklung des Verbandes, bestehend aus den Kolpingsfamilien Neunburg v. W., Oberviechtach, Schwandorf, Nabburg, Schwarzenfeld, Pfreimd und Schönsee, mit seinen knapp 2000 Mitgliedern auf. Er führte Aktionen wie den Kreuzweg auf dem Miesberg, eine Maiandacht auf dem Eixlberg, die Seniorentage in Lambach und das 75-jährige Gründungsjubiläum in Oberviechtach auf. Bei den Neuwahlen wurde Hans Pronath für die nächsten drei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Sein Stellvertreter ist Karl Rauch. Zur Schriftführerin wurde Maria Richthammer gewählt, Kassier ist Franz Most und als Präses fungiert weiterhin P. Alban Siegling. Weitere Vorstandsmitglieder sind Alois Dirmeier, Michael Herzog, Kurt Koppmann, Gaby und Gerhard Reiml, Gabi Zellner und Birgit Höcherl. In einem Impulsvortrag stellte Pastoralreferent Manfred Fürnrohr zentrale Themen der pastoralen Planung der Diözese Regensburg vor. Der Geschäftsführer der Diözesanen Räte ging dabei besonders auf die Auswirkungen auf die Pfarreien und die katholischen Verbände ein. Er ermutigte dabei die Engagierten im Kolpingwerk nicht zu resignieren und sich weiterhin als aktive Christen in die Kirche einzubringen. Fürnrohr gab zudem Hinweise und praktische Tipps, wie sich die Kolpingsfamilien auf die neuen Gegebenheiten einstellen können. In seinem Schlusswort würdigte der gastgebende Pfarrer Johannes Lorenz die vielfältige Arbeit der Kolpingsfamilien, die aus den Pfarreien nicht mehr wegzudenken sind und machte Mut vor den Herausforderungen der Zeit.
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