Ein außergewöhnliches Jubiläum konnte kürzlich bei der Jagdgenossenschaft Pamsendorf begangen werden: Jagdpächter Albert Maier sen. blickt auf beeindruckende 60 Jahre in dieser Funktion zurück. Für diese seltene und langjährige Tätigkeit wurde er von Jagdvorsteher Gerhard Maier im Namen aller Anwesenden gebührend geehrt. In seinen Dankesworten zeigte sich der Jubilar sichtlich bewegt und hob die stets vertrauensvolle und harmonische Zusammenarbeit hervor. Gleichzeitig ließ er wichtige Stationen seiner Laufbahn als leidenschaftlicher Jäger Revue passieren: Am 1. April 1966 erhielt er gemeinsam mit seinem Mitpächter und Hauptlehrer Franz Zirwick das Vertrauen der Jagdgenossenschaft. Nach dem plötzlichen Tod Zirwicks im Dezember 1970 führte er die Verantwortung im Jagdbogen Ost allein weiter. Eine hervorzuhebende Besonderheit ergab sich dann bei einer späteren Jagdvergabe im Zusammenhang mit der Bundeswehrkaserne in Pfreimd, als die Jagd für einen außerordentlichen Zeitraum von 27 Jahren verpachtet wurde.
Seit April 2002 ist sein Sohn Dietmar Maier als Mitpächter im Jagdbogen Ost tätig. Mittlerweile engagiert sich bereits auch die nächste Generation, denn Albert Maiers Enkelkinder sind ebenso in der Jagd aktiv.
Mit einem Blick auf die Veränderungen im Revier erinnerte sich Maier daran, dass im Jahr 1990 das erste Wildschwein erlegt wurde. Damals noch ohne moderne Technik wie Nachtsichtgeräte, was heute jedoch kaum mehr denkbar sei. Gleichzeitig verwies er auf weniger erfreuliche Entwicklungen: Neue Tierarten wie Waschbär und Marderhund hätten sich angesiedelt. Außerdem verändere der zunehmende Freizeitdruck das Verhalten des Wildes, das heute zu anderen Zeiten zur Äsung aus den Wäldern komme. Neben den genannten Herausforderungen überwiegen jedoch die vielen positiven Erinnerungen aus sechs Jahrzehnten Jagdpraxis, so der erfahrene Jäger.