Alle Wanderer und die es gerne werden wollten waren dazu eingeladen, mit dem Bay. Wald-Verein, Sektion Amberg, auf den schönsten Wanderweg, den die Oberpfalz zu bieten hat, 3 Tage mitzuwandern.
Angefangen, wo’s letztes Jahr zu Ende war, im Wald bei Tännesberg.
Frischen Mutes, bei etwas frischen u. herbstlichen Temperaturen, horchten die Wanderer den Ablauf des Tages der leitenden Person gespannt zu.
Entlang dem breiten Forstweg mit Richtung zum Wildenstein ging es recht flott voran. Bald verschwand der erste Wanderer schon zwischen den Bäumen und kam mit einem stattlichen Steinpilz zurück.
Da es Tage zuvor geregnet hatte, war dieser Wanderabschnitt eine wahre Pilzexkursion, doch bis Oberviechtach war es noch weit.
Am steilen Granitfelsen Wildenstein angekommen, lachte die Sonne am strahlenden blauen Himmel m. den Leuten um die Wette. Sie saßen auf dem Felsen, der im 14. J. auch die Burg Wildenstein mitgetragen und beschützt hat. Damals war die große Handelsstr. in den Osten sehr begehrt und es konnten von den Handelsleuten Zoll eingezogen werden, das zog auch Neider an ... so wurde auch die Burg geplündert ... Im 17. J. wurde sie dann verlassen und war dem Verfall geweiht.
Aber es war ein herrlicher Platz zum Verweilen, großflächig, von Ausgrabungen hügelig begrünt und einige blühende Heide. Nach der Pause, am Waldrand entlang und auf einer Höhe von 744 m, kamen die Berge des Bayerischen Waldes in der Ferne zum Vorschein, einfach herrlich ....
Tag 2. Von Oberviechtach nach Kulz
Wieder ein Bilderbuchwetter auf der Höhe m. weitem Fernblick zum Čerchov, Hohen Bogen und sogar zum Arber. Durch herrlich weiche Waldwege geht’s bergan zur Burgruine Murach. Aber wir standen vor verschlossener Tür, die Burggeister wollten wahrscheinlich unter sich bleiben.
So wurde aus dem Flyer die Herrscher der ehemaligen sehr schönen Burg aufgezählt. Sie wurde im Jahr 1110 schon erwähnt, es herrschte die Pest auf der Burg und raffte auch den Burgherrn Berengar aus Sulzbach stammend dahin. 1433 J. wollten die Hussiten die Burg überfallen, das wurde aber nichts, sie hielt stand. Aber 1652 J. wurde sie überfallen und sehr zerstört.
So blieb uns nur der Blick und ein schönes Foto zu schießen.
3. Tag am Goldsteig, da wanderten die Engel laut Wetter ... von Kulz nach Neunburg vorm Wald.
Durch das Kulzer Moos führte uns der Weg, mit sehr viel Infotafeln über das Moor. Ein Holzsteg schlängelt sich hier hindurch vorbei an knorrigen Moorbirken und Kiefern. Moorgräser u. verschiedene Moose und Flechten waren zu bestaunen. Den Burgstall von Altenthannstein blieb links liegen.
Dafür war der Jägersteig u. Kreuzweg hinunter zur schönen Wallfahrtskapelle Schönbuchen eine Augenweide. Das schöne Kirchlein wurde im 17. Jahrhundert am südlichen Waldrand gebaut mit einem wunderschönen Ausblick ins Schwarzachtal. Hier wurde eine lange Rast gemacht und sogar ein Marienlied für unsere verstorbenen Mitwanderer gesungen.
Weiter auf einen laubbedeckten Hohlweg (der Kronsteig) ging’s ins Schwarzachtal hinunter.
An den steilen Abhang und Felswänden vorbei. Plötzlich ist man unten im Tal am Fluss m. großen Steinen drinnen, wildromantisch eben.
Noch wenige Kilometer, kommen wir zu den Druidensteinen, es sollen Opfersteine gewesen sein, wir machten unseren Spaß daraus ... nicht weit davon war dann unser Ziel. Das Schloss Kröblitz, hier gab es einen wunderschönen Wanderabschluss der letzten 3 Wandertage.