„Kaffeehaus-G´schichten” standen auf dem Programm der musikalischen Lesung mit den „Vier Unverdorbenen” im Kulturzentrum der Marktmühle, zu dem Monika Krauß, die Vorsitzende der Freunde der Kunst, die „Fangemeinde des Kleinkunstensembles” begrüßte. Mit dem Lied, „Samma heit in Vejchta, da Franz, da Klaus, da Karl und I”, stellten sich die drei Musiker mit Rezitator Karl Stumpfi musikalisch vor. Der literarische Teil des Abends begann mit einem Gedicht über den Bohnenkaffee, in dem sich Friedrich Schiller als Kaffee-Junkie outete. Die Geschichte des Wiener Kaffeehauses gab Einblicke in einen Ort, der als „Keimzelle öffentlicher Meinungsbildung” betrachtet wurde. Alle möglichen Sorten des Kaffees, vom Einspänner und Verlängerten über den Großen Schwarzen bis hin zum Franziskaner, reichte das „Einmaleins des Wiener Kaffees”. Dass der „Melange” nach behördlicher Anordnung nur zu bestimmten Tageszeiten serviert werden durfte, kam in der Satire von Anton Kuh heraus. Kaffeehaus-Regeln und Kaffeehaus-Originale ergänzten das Programm, das mit Liedern wie „Kaffee versus Bier” von La Brass Banda, dem Cafe-Mozart-Walzer, dem Lied von der Reblaus und „Der Kaffee ist fertig” von Peter Cornelius kongenial ergänzt wurde. Der musikalische Part von Klaus Götze, Franz Schöberl und Jürgen Zach gipfelte in dem mitreißenden Cover von Rainhard Fendrich mit dem Titel, „Haben Sie Ovi schon bei Nacht gesehen” aus der Feder von Jürgen Zach. Mit großem Applaus wurden die „Vier Unverdorbenen” aus Neunburg, die bereits mehrfach im Kulturzentrum mit musikalischen Lesungen auftraten, verabschiedet.