Die Mountainbike-Rennserie „Enduro 1“ ist die größte ihrer Art in Europa. In der Saison 2026 fanden bundesweit sechs Rennen mit jeweils bis zu 800 Fahrerinnen und Fahrern in insgesamt 17 Wertungsklassen statt. Beim Mountainbike-Enduro erfolgt die Zeitmessung ausschließlich auf mehreren technisch anspruchsvollen Geländestrecken, die überwiegend bergab über Wurzeln, Steine, Sprünge und steile Abhänge verlaufen. Verbindungswege werden nicht gewertet und müssen nur innerhalb eines Zeitlimits zurückgelegt werden. Eine besondere Herausforderung sind „Secret Stages“ oder „Blind Stages“: Diese Sektionen dürfen vor dem Rennen nicht trainiert werden und sind den Startern bis zum Beginn unbekannt.
Die Gesamtstrecken unterschieden sich je nach Klasse deutlich – von 10 Kilometern mit 200 Höhenmetern (U10) bis zu 30 Kilometern mit über 1000 Höhenmetern (Elite). Der 13-jährige Leonhard Geiger, der für die Velobulls vom TV Burglengenfeld und den Riders Club vom TuS Hirschau startet, begann seine erste Enduro-1-Saison mit einem 7. Platz in Treuchtlingen. In den folgenden fünf Rennen arbeitete er sich als einer der Jüngsten in der U16 Schritt für Schritt nach vorne. Beim 3. Rennen in Roßbach/Hessen riss ihm beim Antritt in die letzte Wertungsstrecke die Kette – trotzdem erkämpfte er sich noch Platz 3 in der Tageswertung. Nach dem Finale in Bad Endbach belegte er mit 127 Punkten Platz 2 der Enduro-1-Championships 2026, hinter Tim Mäder (RV 1889 Schweinfurt/150) und vor Luis Quang Vinh (Wheels-over-Frankfurt e. V./109).
Auch Mariella Höfler, ebenfalls Velobulls TV Burglengenfeld, erreichte in der Enduro-1-Rennserie sehr gute Platzierungen in der gemischten Wertungsklasse Junioren. Beim Pump-Track-Race in Rabenberg, das traditionell ohne Kette gefahren wird, sicherte sie sich im Dirtpark des Sportparks mit einer Glanzleistung den 1. Platz bei den Juniorinnen.