Festlicher Kirchenzug durchs Dorf. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Patrozinium und Pfarrfest in Böhmischbruck

Festlich geschmückt präsentierte sich Böhmischbruck zum Patrozinium der Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“. Angeführt von „Bayerisch Blech“ unter der Leitung von Hans Reitinger zog ein langer Festzug mit Ministranten, Kommunalpolitikern und Mandatsträgern, Vereinen, Fahnenabordnungen, Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und Ehrengästen durch das Dorf zur Kirche. Die Freiwillige Feuerwehr sorgte für einen sicheren Ablauf. Dekan Alexander Hösl stellte in seiner Predigt Maria als Frau des Vertrauens in den Mittelpunkt. Ihr Leben stand plötzlich „auf dem Kopf“, als sie ein Kind erwartete. Sie hatte keinen fertigen Plan und keine Antworten und ging dennoch ihren Weg. Darin liege auch für uns eine wichtige Botschaft: Vertrauen, obwohl wir nicht wissen, wie etwas ausgeht. „Anwesenheit gibt Raum“, betonte Hösl. Man müsse nicht jedes Problem lösen und nicht jede Trauer wegreden. Oft sei es das Wichtigste, einfach da zu sein, zuzuhören und Hoffnung zu geben. Maria könne dabei Vorbild für eine Kirche sein, die wie eine Mutter nachfragt, tröstet und mit offenen Ohren und einem mitfühlenden Herzen da ist. Kirche beginne bei jedem Einzelnen, nicht mit Macht und Erfolg, sondern mit Nähe, Liebe und gelebter Menschlichkeit. „Gott lässt nicht verloren gehen, was aus Liebe gelebt wurde“, so der Dekan. Lektorin Corinna Hösl griff in einer Meditation das Bild der Kräuter auf: Es gebe auch Kräuter der Wahrheit, des Friedens, der Hoffnung, der Liebe, der Geduld, der Freude und des Vertrauens. Man könne sie nicht pflücken, aber verschenken, mit einem freundlichen Wort, einem offenen Ohr oder einer helfenden Hand. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Michaela Reger dankte allen, die zum Gelingen des Festes beitrugen, besonders „Bayerisch Blech“, dem Kirchenchor unter Daniela Bock und an der Orgel Julia Fehr, die extra aus Bärnau angereist ist, den Mesnern, Ministranten, der Feuerwehr sowie den „Blumenfeen“ Monika Duschinger und Johanna Kurzka. Besonderer Dank galt den Damen aus Kleinschwand für die kunstvollen Kräuterbuschen und -kränze. Beim anschließenden Pfarrfest wurde Gemeinschaft dann ganz praktisch gelebt. Pfarrgemeinderat, Kirchenverwaltung und viele junge Helfer bewirteten die Gäste mit Kaffee, Kuchen, Deftigem und kühlen Getränken. Die Kinder konnten im überdachten Vorhof von Anton Götz spielen und hinterließen dort farbenfrohe Kreidekunst. Pavillons der Firma Reger Bau spendeten Schatten. Bis in die Abendstunden wurde gefeiert, gelacht und erzählt. Ein Fest, bei dem spürbar wurde, was Böhmischbruck ausmacht: Gemeinschaft, die trägt und ein Dorf, das sich wie eine große Familie anfühlt.
Adventfeier der Senioren im Pfarrheim Böhmischbruck (Bild: Michaela Reger)

Stimmungsvolle Adventfeier der Senioren in Böhmischbruck

Eine besonders stimmungsvolle Adventfeier erlebten die Seniorinnen und Senioren der Pfarrgemeinde Böhmischbruck im adventlich geschmückten Pfarrheim. Rund 25 Frauen und Männer aus dem Dorf waren der Einladung gefolgt und verbrachten einen besinnlichen, warmherzigen Nachmittag miteinander. Organisiert und liebevoll gestaltet wurde die Feier von Pfarrgemeinderatssprecherin Michaela Reger und ihrem engagierten Team. Sie begrüßte zu Beginn alle Anwesenden im Namen der Pfarrgemeinde und freute sich über die große Resonanz. Auch Pater Joseph sowie Dekan Alexander Hösl nahmen an der Feier teil, was die Wertschätzung für die Seniorinnen und Senioren zusätzlich unterstrich. Pater Joseph gestaltete den besinnlichen Teil des Nachmittags und stimmte die Gäste mit meditativen adventlichen Gedanken auf die stille Zeit ein. Eine nachdenkliche Geschichte über eine Kerze vertiefte seine Worte und lud zum Innehalten ein. Musikalisch umrahmt wurde die kleine Andacht von Richard Reger, der den gesamten Nachmittag mit Adventsliedern auf seiner Gitarre begleitete. Beschwingt und mit Freude stimmten die Besucherinnen und Besucher in die bekannten Lieder ein. Für heitere Stimmung sorgte anschließend eine weitere Erzählung von Richard Reger über das „Christbaum-Stehlen”, die viele der Anwesenden an frühere Zeiten erinnerte und für manches Schmunzeln sorgte. Die Gäste erlebten einen schönen, besinnlichen und zugleich fröhlichen Adventnachmittag. Am Ende zollten die Seniorinnen und Senioren Michaela Reger und ihrem Pfarrgemeinderatsteam großen Dank für die gelungene Organisation und die herzliche Atmosphäre, die diese Feier zu einem besonderen Erlebnis machte.
Ich geh mit meiner Laterne - fertig zum Lichterumzug. (Bild: Gabriele Buchbinder)

Ob groß, ob klein – jeder kann Sankt Martin sein! Jeder kann helfen und teilen und jeder kann ein Vorbild sein

Mit leuchtenden Laternen, fröhlichem Gesang und offenen Herzen feierte Böhmischbruck den Martinstag. Angeführt von Ferdl Völkl mit seinem Akkordeon zogen die Kinder, Eltern und Dorfbewohner mit bunten Laternen und Lichtern durch das Dorf. Auf einem kleinen Shetland-Pony ritt Milan Kiener als heiliger Martin voran und ließ die Kinderaugen leuchten. Zurück in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt schlüpfte Simon Bock in die Rolle des heiligen Martin und teilte den Mantel mit dem Bettler, gespielt von Jonas Ogarek. Lukas Bock führte als Erzähler durch die Legende, während Markus Duschinger und Lisa Vater mit einer stimmungsvollen Andacht die Bedeutung des Teilens in unsere Zeit holten. Die Geschichte des Heiligen wurde lebendig und erinnerte daran, wie einfach es sein kann, Licht und Wärme miteinander zu teilen. Ein besonderes Highlight war das Orgeldebüt von Jonas Schäffer, ein Schüler von Ferdl Völkl, der die bekannten Martinslieder spielte und damit für Gänsehautmomente sorgte. Zum Abschluss der Andacht erhielten die Buben und Mädel ein Martinshörndl zum Teilen. Im mit vielen Lichtern und Feuerschale geschmückten Pfarrhof schenkte der Pfarrgemeinderat zu saftigen Lebkuchen heißen Punsch und Tee aus. Ein herzliches Dankeschön gilt der Feuerwehr die den Umzug sicher begleitete und dafür sorgte, dass alle unbeschwert die Straßen entlang ziehen konnten. Ein Danke gilt auch allen Helferinnen und Helfern, den Familien, den Kindern und allen Mitwirkenden, die diesen Abend möglich gemacht haben. Jede helfende Hand, jedes Lächeln und jedes Licht das mitgetragen wurde, zeigt, dass die Botschaft des Teilens auch heute lebendig ist. So wurde dieser Abend zu einem wunderbaren Zeichen der Gemeinschaft, denn: Ob groß, ob klein, ein St. Martin kann jeder sein.
Böhmischbrucker Sternsingerschar 2025 (Bild: Gabriele Buchbinder)

Sternsinger in Böhmischbruck, Altentreswitz und Kössing auf dem Weg

Bereits zum 67. Mal ziehen Sternsingerinnen und Sternsinger von Haus zu Haus, bringen den Menschen Gottes Segen für das neue Jahr und sammeln Spenden für Kinder weltweit. Die Aktion Dreikönigssingen 2025 steht unter dem Motto „Erhebt eure Stimme! Sternsingen für Kinderrechte.“ Zum Hochfest „Erscheinung des Herrn“ zog Pfarrer Ronald Liesaus feierlich mit den Sternsingern aus Böhmischbruck, Altentreswitz und Kössing in die vollbesetzte Pfarrkirche „Mariä Himmelfahrt“ ein. Verstärkt wurde in diesem Jahr die Königsschar durch die „Nachwuchssternsinger“ Tim Sax und Jonas Ogarek. Nach der feierlichen Wasserweihe erfuhren die Gottesdienstbesucher einiges über die Sternenkonstellationen vor über zweitausend Jahren. Und dass sich nicht nur damals die Astronomen sondern auch heute noch die Wissenschaftler die Köpfe über Umlaufbahnen, Sternen- und Planetenstellungen dieses Phänomens zerbrechen. Selbst wenn das Sternnavi damals nicht richtig funktioniert habe, denn die Waisen liefen erst einen Umweg über Jerusalem, letztendlich fanden sie Christus doch in der Krippe in Bethlehem. Einen besonderen musikalischen Glanz verbreiteten die Solistinnen Regina Plödt und Luisa Ram mit ihrem Gesang, begleitet von Sophia Simon auf der Geige und Ferdl Völkl an der Orgel. Nach altem Brauch zogen die Sternsinger bei bestem Feiertagswetter durch die Dorfstraßen, überbrachten den Haussegen und zeichneten auf die Türen 20 C+M+B 25. Die Segnungen am Dreikönigstag sollen sichtbar machen, dass die Menschwerdung Jesu in unseren Alltag hineinwirkt. Die Jugendlichen und Kinder freuten sich, dass ihre Spendenbox gut „gefüttert“ wurde, aber auch über die süßen Belohnungen, die sie für ihren Dreikönigsdienst erhielten.
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