Bei herrlichem Wetter startete der dreitägige Pfarrausflug der katholischen Pfarrgemeinden Heldmannsberg/Pommelsbrunn und Neukirchen nach Sachsen. Erstes Ziel war die sächsische Landeshauptstadt Dresden. Dort begann die Wallfahrt mit einem Gottesdienst in der Hofkirche. Nach dem Mittagessen im „Sophienkeller“ erkundete die 48-köpfige Gruppe die Innenstadt. Stadtführer erklärten Zwinger, Semperoper, Schloss und den weltbekannten „Fürstenzug“, ein rund 100 Meter langes Porzellanfliesen-Gemälde aus Meissener Porzellan, das die sächsischen Herrscher der Wettiner zeigt.
Die Führung endete am Neumarkt, sodass auch ein Besuch der Frauenkirche möglich war. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, war in der DDR ein „Mahnmal gegen den Faschismus“ und wurde nach der Wiedervereinigung in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut. Mit einem Besuch im „Grünen Gewölbe“, das August der Starke von 1723 bis 1729 als Schatzkammer anlegen ließ, endete der Aufenthalt in Dresden.
Eine einstündige Busfahrt entlang der Elbe brachte die Gruppe nach Bad Schandau ins Quartier. Am zweiten Tag stand vormittags Pirna auf dem Programm. Ein Rundgang führte durch die Innenstadt mit ihren Renaissance-Gebäuden und in die spätgotische Marienkirche am Marktplatz. Höhepunkt war ein Gottesdienst in der ehemaligen Klosterkirche St. Heinrich, den auch der Ortspfarrer mitfeierte. In einem spontanen Interview erläuterten die beiden Seelsorger Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Diasporasituation im Nürnberger Land und in Sachsen.
Am Nachmittag ging es zur Bastei im Elbsandsteingebirge. Über gut ausgebaute Wege konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Natur genießen und die bizarren Felsformationen bewundern. Der Tag endete mit einer wegen Niedrigwassers verkürzten Schifffahrt auf der Elbe.
Der dritte Tag führte die Gruppe durch das Gebiet der Sorben zum Kloster Marienstern. Schwester Filippa begrüßte die Ausflügler und erzählte von Geschichte, Klostergebäude und Ordensgemeinschaft. Danach stand das aus dem Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ bekannte Schloss Moritzburg auf dem Programm. Auf der Rückfahrt gab es einen Kurzabstecher nach Franzensbad mit Brotzeit und Weinverkostung. Pfarrer Roland Klein bedankte sich besonders bei Ingeborg Haushahn für die wesentlichen Vorüberlegungen und Vorarbeiten sowie bei der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hilde Mertel, die federführend an der Planung beteiligt war. Ein Teilnehmer sagte: „Mit diesen Fahrten komme ich an Sehenswürdigkeiten, zu denen ich als Einzelperson nie kommen würde.“ Auch Teilnehmerinnen, die weit über 80 Jahre alt waren, bedankten sich für die Gemeinschaft und meldeten sich bereits für die nächste Pfarrwallfahrt an.