Einen so wunderschönen Wagen mit „Kostproben“ aus Agrarwirtschaft, Gärten und Wald zusammenzustellen, wie ihn das Landvolk Brudersdorf-Diendorf heuer schon zum 14. Mal zum großen Erntedankfest der Pfarrei St. Johannes präsentierte, ist weder vom Aufwand noch den „Zutaten“ her längst keine Selbstverständlichkeit mehr. Zumal der heiße Sommer in diesem Jahr keine guten Erträge erwarten ließ. Und so stellte Pfarrer Hannes Lorenz nach dem Festzug mit kirchlichen und weltlichen Amtsträgern sowie vielen Fahnenabordnungen beim Freiluftgottesdienst im Nabburger Schlosshof auch ein essentielles Element in den Mittelpunkt seiner Predigt: Wasser. Dessen für Natur und Mensch in materieller Form knapper werdende Ressourcen traten heuer durch Mangelerscheinungen und deren Folgen erschreckend deutlich und gravierend zu Tage. In übertragenem Sinne mahnte Lorenz in ähnlicher Weise vor einer persönlichen Dürre des Glaubens. „Christus selbst ist das lebendige Wasser, als Quelle unseres Lebens aus der wir schöpfen können, damit durch ihn und mit ihm alles wächst und gedeiht.“ In Erkenntnis dessen auf besonders eindrucksvolle Weise „Danke“ zu sagen, lag nicht nur den drei Kindergärten mit ihren zum Segen mitgebrachten Erntekörbchen und Liedern am Herzen, sondern insgesamt über 800 Teilnehmern an der Gottesdienstfeier, die von Effata und der Jugendblaskapelle begleitet wurde. Im Anschluss daran bot die Landjugend Brudersdorf traditionell Mini-Brote zum Verkauf an, während die beiden Rösser von Hermann Mutzbauer den Erntewagen vor die Pfarrkirche zogen. Flankiert von einem Spalier aus über 60 Ministranten wurde die große Getreidekrone von da aus zum Altar getragen. Mit großem Dank an alle Beteiligten, Helfer, Pfarreimitglieder und Gäste auch aus dem Umland endete mit der Einladung zum gemeinsamen Frühschoppen im Jugendwerk das wohl auch in diesem Jahr prächtigste Erntedankfest der Oberpfalz.