Drei Tage lang stellten sich Reservisten und angehende Reservisten am Standort Weiden anspruchsvollen Aufgaben. Die traditionsreiche „Ostmark-Patrouille” bildete erstmals den Rahmen für die Rekrutenbesichtigung der Ausbildung „Ungediente für die Reserve”. Alle angetretenen Rekruten bestanden die Abschlussüberprüfung. Oberstleutnant d. R. Thomas Baldauf leitete die seit vielen Jahren stattfindende Militärpatrouille. Die Teilnehmer übten unter realitätsnahen Bedingungen Aufgaben aus dem Bereich Wach- und Sicherungsdienst sowie des Heimatschutzes. Dabei überwachten und sicherten sie den Standort Weiden und besonders geschützte militärische Bereiche gegen angenommene Bedrohungen.
Rekruten zeigten ihr Können
Für die Teilnehmer der Ausbildung „Ungediente für die Reserve” bedeutete die Patrouille zugleich die entscheidende Bewährungsprobe. Nach mehreren Ausbildungsabschnitten mussten sie zeigen, dass sie ihre erworbenen Kenntnisse auch unter praktischen Bedingungen sicher anwenden konnten. Prüfer des Streitkräfteamtes begleiteten die Rekrutenbesichtigung. Die Verantwortlichen integrierten die Teilnehmer in die laufende Übung, wo sie gemeinsam mit erfahrenen Reservisten die verschiedenen Aufgaben bewältigten. „Die Verbindung der Rekrutenbesichtigung mit der Ostmark-Patrouille hat sich hervorragend bewährt”, sagte Baldauf. Die Rekruten hätten dabei ihre Ausbildung unter realistischen Bedingungen anwenden und zugleich von den Erfahrungen langjähriger Reservisten profitieren können. Auf dem Standortübungsplatz der Major-Radloff-Kaserne errichteten die Teilnehmer ein Biwak. Orientierung im Gelände, Alarmposten, Streifentätigkeiten und das Verhalten innerhalb der Gruppe gehörten ebenso zur Ausbildung wie Wach- und Sicherungsaufgaben. Wenig Schlaf, wechselnde Aufträge und nächtliche Wachschichten forderten Konzentration und Durchhaltevermögen. Zusätzlich überprüften die Prüfer bei den Rekruten die sichere Handhabung und Bedienung der vorgesehenen Waffen.
Alle bestanden die Prüfung
Nach dem Ende der Übung am Sonntag reinigten die Teilnehmer zunächst Material und Ausrüstung. Danach folgte die abschließende Manöverkritik. Die Prüfer bescheinigten den Verantwortlichen einen professionellen Ablauf. Das wichtigste Ergebnis: Alle angetretenen Rekruten bestanden die Abschlussüberprüfung. Damit schlossen sie ihre Ausbildung erfolgreich ab und stehen künftig als ausgebildete Reservisten für weitere militärische Ausbildung und Verwendung zur Verfügung. Auch der Standort Weiden erhielt Anerkennung für seine Infrastruktur und die Unterstützung durch die beteiligten Reservisten. Damit bestehen gute Voraussetzungen für eine weitere Rekrutenbesichtigung in Weiden. Zum Abschluss verabschiedeten die Verantwortlichen Stabsfeldwebel Hubert Rosner. Nach rund neuneinhalb Jahren als Feldwebel für Reservistenangelegenheiten übergab er seine Aufgabe zum 1. Oktober an Hauptfeldwebel Balk. Rosner wechselte anschließend nach Wien zu einem Dienstposten im Umfeld der OSZE.