Es ist zwar schon 1000 Jahre her, dass der Stammsitz der Ebermannsdorfer Hofmarksherren dem Bistum Bamberg vermacht worden ist. Nachzulesen sei dies in einer Traditionsnotiz der Bamberger Fürstbischöfe, erzählte der Vorsitzende des Historischen Vereins Ebermannsdorf Josef Gilch den Reiseteilnehmern. Diese historische Beziehung zwischen Ebermannsdorf und Bamberg war Grund genug für eine Informationsfahrt, um sich in der als Weltkulturerbe aufgenommenen Stadt umzuschauen.
Station war die Sommerresidenz der Bamberger Fürstbischöfe, das Schloss Seehof aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Das Gebäude und die 21 ha große Parkanlage gehören der Bayerischen Schlösserverwaltung. Der Rundgang bot den Besuchern einen Einblick in das damalige höfische Leben des 17. und 18. Jahrhunderts.
Etwas Besonderes ist der berühmte „Weiße Saal“ mit seinen Deckenfresken, die den Götterhimmel mit Allegorien der Jagd und andere Vergnügungen in einer Fürstbischöflichen Residenz darstellen.
Der Schlosspark hinterließ durch seine Größe mit seinen Figuren und Brunnen einen erinnernden Eindruck. Zumal der Barockgarten eine Sonderstellung in Deutschland einnimmt, weil die damalige Gartenstruktur immer noch größtenteils erhalten geblieben ist.
Nach einer Pause in der Orangerie des Schlosses ging es weiter zur Stadtführung durch Bamberg. Erstaunt war man von der Vielzahl der Touristen, die an diesem schönen Herbsttag durch die Stadt flanierten.
Von der Inselstadt gelangte man zum berühmten Rathaus mit ihren herrlichen Außenfresken, das mitten im Fluss Regnitz liegt. Der Weg führte zur Bergstadt, dem Dom und dem berühmten Bamberger Reiter aus der späten Stauferzeit samt dem Papstgrab von Clemens II. Man besuchte die alte Hofhaltung, den ehemaligen Wohnsitz der Bamberger Fürstbischöfe.
Die Ebermannsdorfrer genossen den herrlichen Blick auf die malerische ehemalige Fischerhaussiedlung am Ufer Regnitz, ehe sie sich wieder nach einer Stärkung mit Schäufele und Rauchbier auf die Heimreise machten.