„Die Demokratie entscheidet sich dort, wo es um die Schwächsten geht – zum Beispiel um Geflüchtete.“ Dieses eindringliche Statement aus dem Dokumentarfilm „Kein Land für Niemand“ prägte einen besonderen Abend im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie. Der evangelische und der katholische Frauenbund hatten gemeinsam zu einer Filmvorführung ins Pfarrheim Vohenstrauß eingeladen.
Rund 30 Interessierte waren der Einladung gefolgt, darunter auch Mitglieder des Stadtrats. Nach der Begrüßung durch Christina Ponader vom evangelischen Frauenbund verfolgten die Gäste aufmerksam den Film, der von der Organisation Sea-Eye sowie weiteren Seenotrettungsvereinen und Nichtregierungsorganisationen unterstützt wurde.
Der Dokumentarfilm beleuchtet die Herausforderungen der zivilgesellschaftlichen Seenotrettung im Mittelmeer und setzt sich kritisch mit den politischen Entwicklungen der europäischen Grenz- und Migrationspolitik auseinander. Besonders die eindrücklichen Szenen von Rettungseinsätzen auf See sowie die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe rund um das Thema Grenzpolitik bewegten die Zuschauer:innen.
Im Anschluss an die Vorführung standen zwei Vertreterinnen der Sea-Eye Landcrew Regensburg für Fragen und den Austausch mit dem Publikum zur Verfügung. In der offenen Gesprächsrunde wurden Hintergründe zur aktuellen Situation im Mittelmeer, zur Arbeit von Sea-Eye sowie zu den humanitären Herausforderungen der Seenotrettung diskutiert.
Mit vielen neuen Eindrücken, vertieften Einblicken in die Themen Flucht, Migration und Seenotrettung sowie einer Spende zugunsten von Sea-Eye endete der Abend im Pfarrheim. Dank geht an die Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!”.