Jedes Jahr an Mariä Himmelfahrt feiert die Pfarrei Maria Hilf in Fuchsmühl das Patroziniumsfest ihrer Wallfahrtskirche. Das Ereignis jährte sich heuer zum dreihundertsten Mal. Den Festgottesdienst am Altar des Gotteshauses zelebrierten Weihbischof Dr. Josef Graf und die am Ort tätigen Vinzentinergeistlichen Pfarrer Martin und Pfarrvikar Joseph.
„Ich muss gestehen, dass ich zum ersten Mal in Fuchsmühl bin. Der Ort und seine Wallfahrtskirche, die Maria, der Mutter Gottes geweiht ist, gefallen mir sehr. Ich bin beeindruckt“, sagte er, bevor Graf mit dem Festzug hinüber zur Wallfahrtskirche aufbrach.
Die mit der Zahl 300 und gelben Blumen geschmückten Altarstufen und das voll besetzte Gotteshaus waren Zeichen der Verbundenheit zur Gottesmutter, die laut einer Legende nach ihrem Tod in den Himmel aufgefahren sein soll. In Marias geöffnetem Grab soll es nach Kräutern und Blumen geduftet haben. Daher auch der Brauch „Kräuterbüschel”, wusste der Weihbischof. Graf kam in Vertretung des Oberhirten aus Regensburg, Bischof Rudolf Voderholzer, der, wie Graf erklärte, bei einem anderes Kirchenjubiläum im Betreuungsgebiet zugesagt hatte.
Am Südportal der Wallfahrtskirche wurden Kräuterbüschel angeboten und im Gottesdienst vom Weihbischof, der eine beeindruckende Ansprache vorbereitet hatte, feierlich gesegnet.
Umrahmt wurde der kirchliche Festakt vom Chor der Pfarrei. Die Geschichte der Wallfahrt, die mit einer Kapelle, später mit einer erweiterten Andachtsstätte begonnen hatte, beleuchtete Bürgermeister und Kirchenverwalter Wolfgang Braun. Beim 69-jährigen Weihbischof, dessen Wurzeln in Niederbayern, im Altmühltal liegen, bedankten sich die Vinzentiner und Braun mit einem Geschenk, einem Andenken an Fuchsmühl.
Gefeiert wurde der weltliche Teil des Kirchenfestes am Jugenheim. Dort ließ man den Feiertag nicht etwa ausklingen. Bei Einbruch der Dunkelheit rüsteten sich die Gläubigen zur Lichterprozession und stimmungsvollen Andacht an der Kapelle Maria Frieden am Steinwald.