Im Rahmen des Wanderangebotes des Landkreises „Wandern unter weiß-blauem Himmel” luden die Heimatpfleger der Gemeinde Ursensollen Johannes Ehbauer und Annemarie Lehmeier zur Infowanderung unter die Hoibrücke ein. Zur fachlichen Verstärkung luden Sie den ehemaligen Heimatpfleger Josef Schmaußer ein, der den offiziellen Teil mit einem Gedicht „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland” von T. Fontane einläutete. Über 60 Interessierte waren an diesem sonnigen Herbsttag ins Holntal gekommen, welches das obere Urtal des Hausners Baches ist. Auf altem Kartenmaterial ist der Bachlauf noch eingezeichnet und man erkennt, dass dieser vor Jahrhunderten noch gut die doppelte Länge hatte und oberhalb von Wolfsfeld entsprang. Sicherlich lief dieser aber schon vor 100 Jahren nur noch während starken Regenfällen oder nach Schneeschmelzen. So war es für die Besucher umso verwunderlicher, das genau an diesem Ort vor 400 Jahren ein Mühlenrad seine Arbeit verrichtet haben soll. Diese Information hatten die Heimatpfleger aus diversen Berichten in denen die Hizelmühl beschrieben war. So hat sie zwischen 1583 und 1620 Zinsen an das Kloster Kastls abgeführt und war zwischen Ursensollen und Deinshof gelegen. Anhand von diesen Information sowie Geländemodellen und Altstrassenkatalogen wurden zwei mögliche Standorte definiert und erwandert. Anwohner und Heimatforscher trugen ihr Wissen bei und so konnte ein mögliches Gesamtbild erstellt werden. Mit Hilfe von KI wurde dieses ins Gelände um die Hoibrücke modelliert, was so den einen zum besseren Verständnis verhalf und den anderen ein Schmunzeln ins Gesicht zauberte.