Die Molzmühle in Wutschdorf ist die Bühne von Alfred Mösenburger. Zum nun schon vierten Mal führte der zwischen Johannisberg und Buchberg bekannte Holzhauer sein Singspiel „Das Leben, das Holz und ich” auf. Die Resonanz war schon im Vorfeld enorm, die Eintrittskarten waren schnell ausverkauft. Viele Kurzentschlossene kamen noch spontan dazu, für sie war ebenfalls noch Platz im Hof des historischen Mühlenanwesens. Wie angekündigt, sägte sich Alfred Mösenburger wieder den Zugang zur Bühne frei. Mit seiner Motorsäge kam er aus dem Stall heraus durch eine Bretterwand. Selbstverständlich hatte er wieder seine Stammtischbrüder dabei, mit denen er einst zu später Stunde eine Gesangsgruppe gegründet hat, die „Hacht'n”. Sie wurden unterstützt von professionellen Musikern aus Regensburg: Bernd Meyer (Piano), Andreas Blüml (Gitarre), Christian Diener (Bass) und Gerwin Eisenhauer (Schlagzeug). Als Alfred Mösenburger und die Hacht'n standen auf der Bühne: Martin Nagler, Rudi Leitl und Wolfgang Habrich. Das Waldfräulein interperetierte auf bezaubernde Weise die Sängerin Lilli Mißlinger aus Cham. Das Besondere an dem Singspiel ist zum einen der Stoff der Geschichte - das Leben und die Fantasien eines Waldbauern aus der Oberpfalz, aber auch die Authentizität der Darbietung. Da dürfen Sprache und Ausdruck auch mal kraftvoll, schief und aus dem Takt gekommen sein - genauso wie es eben ist im Leben, im Holz und bei jedem.