Im Jugendheim in Grafenwöhr trafen sich die Vertreter der 13 Ortsverbände des Bezirks Kemnath zur Bezirksversammlung des kath. Frauenbunds. Vorsitzende Rita König begrüßte die anwesenden Frauen, die Diözesanvorsitzende Martha Bauer und die Bildungsreferentin Rebekka Wach aus Regensburg, sowie Pfarrer Daniel Fenk und Kaplan Manda. Besonders bedankte sie sich beim Grafenwöhrer Frauenbund für die Ausrichtung.
Ein inhaltlicher Schwerpunkt lag auf der Analyse digitaler Trends wie dem Auftreten sogenannter Christfluencer, die auf sozialen Plattformen Glaubensinhalte in kurzen, meist emotionalen Formaten vermitteln. Diese Inhalte erreichen insbesondere junge Menschen, die online nach Orientierung suchen. „Einige dieser Angebote basieren auf sehr festen Überzeugungen, die kaum hinterfragt werden“, erläutert Bildungsreferentin Rebekka Wach.
Ein weiteres Thema der Bezirkskonferenzen befasste sich mit dem Einsatz künstlicher Intelligenz und Spiritualität. Die Bezirkskonferenzen machten deutlich, dass digitale Technologien die Vermittlung religiöser Inhalte verändern, der Kern des Glaubens jedoch an der persönlichen Beziehung und Gemeinschaft bleibt. „Die Technologie kann ein Werkzeug sein, aber sie darf nicht zum Herrscher über unseren Glauben werden“, so Bildungsreferentin Rebekka Wach. Der KDFB setzt sich dafür ein, die Digitalisierung im Sinne eines verantwortungsvollen und menschenorientierten Glaubensverständnisses zu begleiten.
In einer kurzen Pause verwöhnte das Team des Frauenbunds Grafenwöhr die Gäste mit verschiedenen Aufstrichen und Broten.
Nach der Pause wählten die Führungskräfte die Leitung ihres Bezirkes für vier Jahre neu. Da die bisherige Vorsitzende Rita König aus gesundheitlichen Gründen kürzer treten will, wurde Roswitha Heining einstimmig zur Bezirksvorsitzenden gewählt. Ihr zur Seite stehen als Stellvertreterinnen Rita König und Elke Burger mit ihrem geballten Wissen.
Die Diözesanvorsitzende Martha Bauer informierte über aktuelle Entwicklungen im Verband: „Kraftvoll. Kreativ. Selbstbestimmt.“: Das Bildungsjahr 2027 bietet Frauen vielfältige Angebote von Bildungsformaten in Präsenz und online, über spannende Reisen bis hin zu inspirierenden Workshops und kulturellen Angeboten.
Die Kommissionen und Arbeitskreise stellten ihre Veranstaltungen für 2027 vor. Die Solibrot-Aktion 2026 erzielte ein Ergebnis von 29.646,72 Euro zugunsten von Frauenprojekten in Bolivien und Kolumbien.
Mit Campai führt der Verband eine moderne Mitgliederverwaltungssoftware ein, die Abläufe vereinheitlicht und die Arbeit in den Zweigvereinen erleichtert.
Die Bezirkskonferenz machte deutlich: Digitalisierung verändert die Formen des Glaubens – doch der Kern bleibt menschlich. Bildung, Begegnung, Empathie und Gemeinschaft stehen weiterhin im Mittelpunkt der Arbeit des KDFB.
Mit einem herzlichen Dank an alle Führungskräfte für ihren Einsatz im Frauenbund Regensburg ging die Versammlung zu Ende.