Die traditionelle Gräbersegnung an Allerheiligen auf dem Friedhof der Expositur St. Barbara in Etsdorf stand in diesem Jahr im Zeichen eines besonderen Moments: Pfarrer Moses Gudapati segnete im Rahmen der feierlichen Andacht den neu angebrachten Corpus Christi am Friedhofskreuz. Das Kreuz erstrahlt dadurch wieder in voller Vollständigkeit. „Es ist nun zu einem besonders schönen und ausdrucksstarken Zeichen unseres Glaubens geworden”, betonte Pfarrer Gudapati in seinen Einführungsworten. Ein herzliches „Vergelt's Gott” richtete er an die Kirchenverwaltung der Expositurpfarrei Etsdorf, die sich mit großem Engagement um die Wiederherstellung des Kreuzes gekümmert hatte. Im Segensgebet bat der Geistliche darum, dass der Blick auf den Gekreuzigten Trost, Kraft und Hoffnung schenke. In seiner einfühlsamen Predacht sprach der Seelsorger über die Vergänglichkeit und die befreiende Kraft des Glaubens: „Loslassen heißt nicht vergessen. Es bedeutet, die Menschen, die wir lieb hatten, aus unseren Händen in Gottes Hände zu legen.” Die brennenden Kerzen auf den Gräbern stünden als Zeichen dafür, dass Gottes Liebe stärker als der Tod sei. Einen ergreifenden Abschluss fand die Gedenkfeier im namentlichen Verlesen der Mitbürgerinnen und Mitbürger, die im vergangenen Jahr auf dem Etsdorfer Friedhof ihre letzte Ruhestätte fanden. Gemeinsam schloss die Gemeinschaft die Verstorbenen und ihre trauernden Angehörigen ins Gebet ein.