Die Helme-Heine-Ausstellung im Europa-Museum Etsdorf hat heuer zahlreiche Besucher angelockt. Viele kamen von weither, etliche aber auch aus der näheren Umgebung. So machte sich der Dorf- und Kulturverein Lintach per Fahrrad auf den Weg, um sich von Wilhelm Koch das Museum und den Tempel zeigen zu lassen. Im Museum hingen die Grafiken des berühmten Kinderbuch-Illustrators Helme Heine zum Thema Europa. Er greift vor allem die Gründungssage Europas auf, nach der die Königstochter Europa von einem Stier entführt wurde. Der Stier ist für Helme Heine das Wappentier Europas, er stellt es anderen Wappentieren gegenüber - dem amerikanischen Adler, dem russischen Bären und auch dem chinesischen Drachen. Zwischen der Prinzessin Europa und dem Stier entspann sich eine Liebesgeschichte, auch diese trasferiert Helme Heine grafisch in die heutige Zeit. Am Europa-Tempel genossen die Lintacher das Spiel des Sonnenlichts zwischen den 47 Säuleneichen. Beeindruckt zeigten sich die Teilnehmer auch von der Großskulptur „Friedenstaube” von Thorsten Mühlbach und Gregor Passens. Sie versteht sich als sichtbares, poetisches Zeichen für Frieden, Hoffnung und Verantwortung. Mit einer Höhe von 5 Metern, einer Breite von 4,50 Metern und einer Tiefe von 4,50 ist sie ein weit sichtbare Landmarke am Alten Berg bei Etsdorf.