Umschichtung des Familienbonus des Freistaats Bayern stellt Trägerverein vor finanzielle Herausforderungen. In der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Waldkindergartens „Die Goldbacher Wurzelzwerge” e. V. stand vor allem ein Thema im Mittelpunkt: die „Streichung” des 100-Euro-Zuschusses des Freistaats Bayern für Familien. Wie aus anderen Presseberichten hervorgeht, soll das Familiengeld in Höhe von 100 Euro pro Monat und Kind während der Kindergartenzeit nicht mehr an die Eltern, sondern künftig direkt an alle Einrichtungsarten verteilt werden. Damit will die Staatsregierung die Kita-Finanzierung reformieren und mit mehr staatlichem Geld ausstatten. Der Zuschuss soll künftig in einem Qualitätsbonus aufgehen. Viele kleinere Einrichtungen wie auch der Waldkindergarten haben jedoch kaum eine Chance, diesen Bonus zu nutzen, da er nur für nicht pädagogisches Personal vorgesehen ist.
Der Vorsitzende des Trägervereins, Bernhard Reindl, der sich seit Längerem mit der Thematik auseinandersetzt, erläuterte das künftige Vorgehen am Beispiel des Waldkindergartens. Der Neugrünberger Waldkindergarten arbeitet ohne Defizitausgleich durch eine Gemeinde und trägt damit alle Kosten, vor allem die Personalkosten, selbst. Durch den Wegfall des Elternbonus würde der Verein bei gleichbleibenden Kindergartenbeiträgen ein Minus im unteren fünfstelligen Bereich erwirtschaften. Eine Erhöhung der Kindergartengebühren sei demnach unabdingbar. Der Verein schlägt ab Januar 2027 eine Erhöhung in zwei Schritten vor. Eine weiterhin ausgelastete Kindergartengruppe sowie Spenden decken weitere Kosten des Vereins. Gemeinsam mit dem Landesverband für Waldkindergärten arbeitet der Trägerverein an einer Lösung für die aktuelle Situation der Waldkindergärten.