Am Sonntag, 20.09., fand nachmittags in den Räumen des Kunstvereins Weiden ein Notfallrucksack-Workshop statt.
Unter dem Motto „GUT GERÜSTET MIT WENIG AUFWAND“ tauschten sich 8 Personen zwischen 25 und 70 Jahren darüber aus, was sie mitnehmen wollen, wenn es mal brennt oder ein Notfall eintritt.
Caro Schiml moderierte die Veranstaltung und gab zu bedenken: „Es bleibt meist wenig Zeit zum Überlegen. Daher ist es gut, das Notgepäck, auch Fluchtrucksack genannt, schon parat zu haben!“

Was rein kommt, haben die meisten sowieso daheim: Alltagsgegenstände wie Taschenlampe, Regenponcho oder Tampons können in einer Ausnahmesituation unschätzbaren Wert haben.

„Ich selbst habe nur zwei Sachen extra gekauft: Wasserentkeimungstabletten und ein Kurbelradio“, sagt Schiml, für teure Survival-Sets, wie sie in der Prepper-Szene beliebt sind, müsse niemand Geld ausgeben.

Auch eine Karte der Umgebung und eine Liste mit wichtigen Telefonnummern sollten Platz finden, falls das Handy kaputt geht oder es keine Internetverbindung gibt.

Was Kinder oder Haustiere brauchen, sollte ebenfalls eingeplant werden, etwa Kleidung, Windeln, Futter und ein Spielzeug zum Ablenken.

Viele machen sich während der lebhaften Diskussion Notizen. Auch Camping-Profis und alte Hasen können im Austausch mit den anderen noch etwas dazulernen.

Am Ende sind sich die Teilnehmenden einig: Es kommt nicht darauf an, eine Packliste vom BBK oder aus dem Internet stur zu befolgen, sondern nach den eigenen Bedürfnissen zu packen.

Jeder Mensch habe andere Strategien, um mit schwierigen Situationen umzugehen, und das sei auch gut so. Man könne sich ja gegenseitig immer noch aushelfen, wenn etwas fehlt, und notfalls improvisieren.
Und „soziale Kontakte sind eh die wichtigste Vorbereitung auf einen Notfall. Zu wissen, an wen ich mich wenden kann, gibt mir Sicherheit“, so Schiml.
Auf jede Art von Krise könne man sich ohnehin nicht vorbereiten, aber sich über einen Notfallplan Gedanken zu machen, helfe oftmals schon.