Mitterteich: Rund 25 Frauen und 4 Kinder aus Tirschenreuth und Umgebung trafen sich zum Waldfrauentag am Sterzer Rundweg im Staatswaldrevier von Revierleiter Michael Pröls (Bayerische Staatsforsten). Unter dem Motto „Frauen gestalten Zukunftswald” drehte sich bei der zweiten Auflage dieses Formats alles um die Frage, wie Waldbesitzerinnen bereits in Jungbeständen die Weichen für einen möglichst klimastabilen, artenreichen und risikoarmen Wald erfolgreich stellen können.
Aber warum einen Waldtag rein für Frauen? Revierförsterin Johanna Hauke vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) erklärt den Hintergrund: „Rund 40 % der Privatwaldbesitzenden in Bayern sind Frauen. An unseren Infoveranstaltungen und Kursen nehmen aber überwiegend Männer Teil. Deshalb haben wir uns gezielt für diesen Waldfrauentag entschieden. Bereits im letzten Jahr zeigte sich, wie beliebt dieses Format, bei den im Wald oft unterrepräsentierten Frauen ist.” Eine Besonderheit in diesem Jahr war es, dass die Veranstaltung ausschließlich von Försterinnen des AELFs und der FBG Tirschenreuth w.V. bzw. WBV Waldsassen-Neualbenreuth e.V. begleitet wurde.
Im theoretischen Teil informierten die Försterinnen über die Themen Kulturpflege, Standraumregulierung sowie die hohe Bedeutung von Mischbaumarten zu den etablierten Baumarten Fichte und Kiefer.
Anschließend durften die Waldbesitzerinnen in einem praktischen Teil selbst tätig werden: Mit geschultem Blick zeichneten sie die Jungbestände eigenhändig aus – fachkundig und präzise, ganz nach forstlicher Praxis.
Bei einer bereitgestellten Brotzeit klang der Tag in geselliger Runde aus. Die Begeisterung und die Motivation der Waldbesitzerinnen waren groß und schnell war klar: Der Waldfrauentag soll auch im nächsten Jahr wieder eine Fortsetzung finden.