Neue Erkenntnisse zu einem grauenhaften Vorfall zum Kriegsende in Tirschenreuth stehen im Mittelpunkt eines Vortrags von Heimatforscher Harald Fähnrich. Unter dem Titel „Aufgehängt – ein Endzeitverbrechen des Dritten Reichs“ informiert er am Donnerstag, 24. September, um 19 Uhr im MuseumsQuartier Tirschenreuth über ein schreckliches Ereignis im April 1945, zu dem bislang kaum Informationen vorlagen. Draußen vor der Stadt hing 24 Stunden lang ein Toter an einem provisorischen Galgen. Die Hintergründe lagen jahrzehntelang im Dunkeln. Durch mühevolle Recherche gelang es Fähnrich nun, 81 Jahre später, das Verbrechen aufzuklären. Er geht den Gründen und der Vorgeschichte nach, ordnet die Tat zeitlich ein und stellt den Zusammenhang zwischen Tätern, Helfern und dem Opfer her. Zudem rekonstruiert er einen Tathergang. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.