Die Herbstwanderung der Kolpingfamilie Vilseck führte diesmal auf den Lusen. Die Anreise erfolgte bereits am Freitag Abend, an dem man sich beim Abendessen im Berggasthof Lusen in Waldhäuser auf das Wochenende einstimmte. Ideale Voraussetzungen für das Wochenende: Perfekte Planung, Sonne pur, angenehme Temperaturen und eine gut gelaunte 14-köpfige Truppe. Von Waldhäuser führte der Weg am Samstag über die Fredenbrücke an der kleinen Ohe, einem Bergbach, entlang über die Martinsklause durch das stimmungsvolle Teufelsloch zur Glasarche. Dieses fünf Meter lange und drei Tonnen schwere Kunstwerk greift eindrucksvoll die Glastradition des Bayerischen Waldes auf. Nach einer kurzen Rast war noch der Weg über die steile Himmelsleiter zu bewältigen. Wer unten steht, kann gut verstehen, weshalb die Steintreppe diesen Namen trägt. Der Gipfel des Lusen mit seinem Blockmeer ist zumindest im Bayerischen Wald einzigartig: Auf einer Fläche von über 200.000 Quadratmetern türmen sich Granitblöcke übereinander. Die grandiose Aussicht, die sich dort oben nach allen Seiten bot, machte die Anstrengung des Aufstiegs mehr als wett. Und auch danach konnte noch jeder genießen: die gute Küche im Lusenschutzhaus, den Sonnenuntergang mit gleichzeitigem Aufgang des Vollmondes, den Abend in geselliger Runde, eine erholsame Nachtruhe, sowie am nächsten Morgen einen traumhaften Sonnenaufgang mit Blick auf die Alpen-Bergkette. Nach diesem Wochenende fiel der Abschied vom Bayerischen Wald schwer. Versüßt wurde er durch die Einkehr im Café „A guade Zeit“ in Grafenau. Nach der Wanderung ist vor der Wanderung - Überlegungen zum Ziel im nächsten Jahr gibt es schon...