Zum alljährlichen Ausbuttern traf sich der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Sigl im herbstlich dekorierten Saal des Gasthauses „Roter Hahn”.
Bereits im Vorfeld war für Unterhaltung gesorgt: Die Gäste erhielten Zettel mit Begriffen aus der Oberpfälzer Mundart. Während sie auf den Beginn der Veranstaltung warteten, machten sie sich eifrig daran, die teilweise recht kniffligen Wörter ins Hochdeutsche zu übersetzen.
Die zweite Vorsitzende Monika Krieger begrüßte die zahlreichen Gäste herzlich. Zum Auftakt trug sie ein Gedicht rund um das Ausbuttern in heimischer Mundart vor und stimmte damit auf den gemütlichen Abend ein.
Anschließend ging es ans Werk: Das Butterfass von Frau Heldmann wurde mit Rahm gefüllt, etwas Weihwasser und Salz kamen hinzu. Nun waren kräftige Hände gefragt, um aus dem Rahm frische Butter zu schlagen. Die Wahl fiel auf Pfarrvikar Christian Ogu, der sich bereitwillig an die Kurbel stellte. Anfangs ließ sich diese noch recht leicht drehen, doch mit zunehmender Dauer wurde die Arbeit anstrengender. Deshalb bekam er tatkräftige Unterstützung von Peter Gradl. Frau Heldmann gab währenddessen hilfreiche Anweisungen, damit am Ende auch die Butter die richtige Konsistenz erhielt.
Während fleißig gekurbelt wurde, beschäftigten sich die Gäste immer wieder mit den Mundart-Begriffen auf ihren Zetteln. Dabei zeigte sich, dass manche Ausdrücke gar nicht so einfach ins Hochdeutsche zu übertragen waren und für einige heitere Momente sorgten.
Schließlich war es geschafft: Die Butter war fertig! Die Butterklößen wurden serviert. Dazu gab es frisches Brot, Pellkartoffeln, Buttermilch, verschiedene Käsespezialitäten und weitere Köstlichkeiten.
Als die leckeren Speisen auf den Tischen standen, kehrte plötzlich angenehme Stille im Saal ein – alle waren damit beschäftigt, die kulinarischen Genüsse zu probieren und zu genießen.
Auch zum Ausklang der Veranstaltung war für beste Unterhaltung gesorgt. Die Oberpfälzer Mundart-Rätsel wurden weiter aufgelöst und so mancher lustige Trinkspruch brachte die Gäste zum Schmunzeln und zauberte ihnen ein Lachen ins Gesicht.
So klang ein rundum gelungener und geselliger Abend aus, bei dem Tradition, Brauchtum, Geselligkeit und die Freude an der Oberpfälzer Mundart im Mittelpunkt standen.