Bayerischer Landesjugendposaunenchor überzeugt mit musikalischer Brillanz
Gut gefüllt war die Paulanerkirche am Sonntagnachmittag, 11. Oktober, als die Paulanergemeinde und der Bayerische Landesjugendposaunenchor zum Konzert einluden. Die jungen Bläserinnen und Bläser aus ganz Bayern begeisterten das Publikum mit einem ebenso abwechslungsreichen wie anspruchsvollen Programm – und mit einer musikalischen Qualität, die keine Wünsche offen ließ.
Traditionelle geistliche Bläsermusik traf auf moderne Arrangements und mitreißende Filmmusik. Titel wie „Fluch der Karibik“ und „Die glorreichen Sieben“ sorgten für großes Kino im Kirchenraum. Bei allen Genres bewiesen die jungen Musikerinnen und Musiker nicht nur technische Souveränität, sondern auch ein bemerkenswertes Gespür für Klangfarben und musikalische Gestaltung. Selbst anspruchsvolle Rhythmen meisterten sie scheinbar mühelos. Die Intonation war zu jeder Zeit präzise, das Zusammenspiel hervorragend, der Gesamtklang von beeindruckender Homogenität und strahlender Präsenz.
Unter der Leitung von Landesposaunenwartin KMD Kerstin Dikhoff und Dekanatskantor Matthias Bertelshofer aus Traunstein entfaltete sich ein kraftvoller, zugleich fein abgestimmter Bläserklang, der den Kirchenraum erfüllte. Die musikalische Präzision verband sich dabei mit spürbarer Spielfreude – ein Zusammenspiel, das sich unmittelbar auf die Zuhörenden übertrug.
Ein besonders bewegender Moment entstand beim Friedenslied „Ukuthula“ von Aino Löwenmark. Hier blieb es nicht beim Zuhören: Die Bläserinnen und Bläser sangen gemeinsam mit dem Publikum. So wurde aus dem Konzert für einen Augenblick ein gemeinsames musikalisches Bekenntnis zum Frieden, das den Kirchenraum auf besondere Weise erfüllte.
Mit begeistertem Applaus am Ende dankten die Zuhörenden den Nachwuchsbläsern. Mehrere Zugaben erklangen, bevor sich die jungen Musikerinnen und Musiker verabschiedeten. Zum Schluss setzten sie mit dem traditionellen Bläsergruß ein eindrucksvolles Zeichen: Sie streckten ihre Instrumente gen Himmel – als Ausdruck des Leitspruchs „Soli Deo Gloria“, allein Gott zur Ehre.
Ein Konzert, das musikalische Höchstleistung mit Gemeinschaft und einer bewegenden Botschaft verband und den Besucherinnen und Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.