Im September feierte die Rosenberger Ist-noch-gut-Station ihr fünfjähriges Jubiläum. Das ist ein Meilenstein für ein Projekt, dem ursprünglich nur eine Lebensdauer von unter einem Jahr prophezeit wurde. Heute ist der Raum in der Rosenberger Straße 43 längst weit mehr als nur eine Sammelstelle für gut erhaltene Dinge. Was 2020 als Sparte des Schlackenvereins mit der Initiative engagierter Ehrenamtlicher begann, hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt entwickelt, zu einem Ort des Austauschs, der Erinnerung und der gelebten Nachhaltigkeit.
Die Ist-noch-gut-Station ist zu einem sozialen Ort geworden, an dem gebrauchte Dinge ein zweites Leben finden und Menschen miteinander ins Gespräch kommen. Zwischen praktischen Haushaltswaren, Erinnerungsstücken und kleinen Raritäten entstand ein Raum, der Geschichten bewahrt, die manchmal auch als Beitrag im Stadtmagazin Rosenbladl veröffentlicht werden. Viele bringen Gegenstände aus Haushaltsauflösungen, weil sie sie nicht wegwerfen wollen; andere kommen zum Stöbern, Sammeln oder um ihre erste Wohnung auszustatten. Alles wird gegen eine Spende abgegeben, jeder Euro fließt in soziale Zwecke zurück. Getragen wird die Station von Ehrenamtlichen, die sortieren, reinigen, beraten und über die Jahre selbst zu einer Gemeinschaft geworden sind. Für den Schlackenverein ist die Station ein Aushängeschild des Engagements: unbürokratisch, menschlich und nachhaltig. Fünf Jahre nach der Eröffnung zeigt sich, dass das Projekt ein Erfolgsmodell ist. Es ist ein Ort, an dem Nachhaltigkeit und soziales Engagement zusammenfinden und an dem sichtbar wird, wie viel entstehen kann, wenn Menschen Herzblut investieren.
Sulzbach-Rosenbergs Bürgermeister Stefan Frank sprach bei seinem Besuch seinen Dank für das soziale Engagement aus und überraschte das Team mit einer Tasche voller Süßigkeiten als Brennstoff für viele weitere gemeinnützige Arbeitsstunden.