Musikalische Gestaltung durch die Gruppe „Tri Voca” mit rhythmischen Liedern. Theresia, Teresa und Katharina bereicherten die Feier mit ihrem harmonischen Gesang, begleitet von Gitarre und Querflöte. Die erst neun Monate alte Lucia vervollständigte die Gruppe auf ihre ganz besondere Weise. (Bild: Silvia Stahl)

Bruder Klaus – Tag in Dietersdorf – „Vom Licht getroffen”

Traditionell beging die Katholische Landvolkbewegung (KLB) Neustadt/WN ihren Bruder-Klaus-Tag in Dietersdorf bei Windischeschenbach. Den festlichen Gottesdienst in der Bruder-Klaus-Kapelle zelebrierte KLB-Seelsorger Pfarrer Gerhard Pausch. Für die musikalische Gestaltung sorgte die Gruppe „Tri Voca” mit rhythmischen Liedern. Theresia, Teresa und Katharina bereicherten die Feier mit ihrem harmonischen Gesang, begleitet von Gitarre und Querflöte. Die erst neun Monate alte Lucia vervollständigte die Gruppe auf ihre ganz besondere Weise. Die Lesung übernahm Horst Pleyer, die Fürbitten trug Silvia Stahl vor. Die Meditation nach der Kommunion gestaltete Claudia Hauer. Zum Gottesdienst erhielten die Besucherinnen und Besucher eine Karte mit einem Ausschnitt der Bruder-Klaus-Stele aus Johannisthal. Die Stele stand viele Jahre auf dem Gelände des Bildungshauses Schloss Spindlhof bei Regenstauf. In Johannisthal hat sie nun gegenüber der Marien-Waldkapelle eine neue und würdige Heimat gefunden. In seiner Predigt stellte Pfarrer Pausch das auf der Stele dargestellte Motiv „Vom Licht getroffen” in den Mittelpunkt seiner Betrachtungen. Er erinnerte daran, dass Bruder Klaus oft schlaflos auf seinem Lager lag und in seinem Herzen die Stimme Gottes vernahm. Die Darstellung zeige ihn in einer abwehrenden Haltung und spiegle das innere Ringen wider: den Konflikt zwischen den Verpflichtungen in Familie und Beruf und der Sehnsucht, der göttlichen Berufung zu folgen. Auch für seine Frau Dorothee sei dieser Weg nicht leicht gewesen. Gemeinsam hätten beide um die richtige Entscheidung gerungen. Ihr Ja zu dem, was Gott ihnen zumutete, sei gewiss mit großen Herausforderungen verbunden gewesen. Pfarrer Pausch lud die Gläubigen ein, sich selbst von dem Bildnis befragen zu lassen: „Wo berührt Christus mein Leben? Wo weiche ich seinem Licht noch aus?” Dabei erinnerte er an das bekannte Gebet des heiligen Bruder Klaus: „Mein Herr und mein Gott, nimm alles von mir, was mich hindert zu dir.” Die Kollekte des Gottesdienstes kommt dem Partnerland Senegal der Katholischen Landvolkbewegung zugute. Zum Abschluss dankte KLB-Kreisvorsitzender Willi Kellner allen Mitwirkenden, die zum Gelingen der Feier beigetragen hatten. Im Gasthaus Rettinger in Dietersdorf klang der Abend bei einer gemeinsamen Brotzeit, guten Gesprächen und geselligem Beisammensein aus.
Den Bruder-Klaus-Gottesdienst zelebriert der KLB-Kreisseelsorger Pfarrer Gerhard Pausch. Musikalische Umrahmung durch die Ministrantenband Parkstein. (Bild: Horst Pleyer)

Bruder-Klaus-Gottesdienst des KLB-Kreisverbandes in Dietersdorf

Am 25.9. ist der Gedenktag des Heiligen Bruders Klaus von der Flüe, des Patrons der KLB, Friedensstifter und Nationalheiligen der Schweiz. Diesen Tag nimmt der KLB-Kreisverband seit vielen Jahren zum Anlass, in der 1961 errichteten Bruder-Klaus-Kirche in Dietersdorf bei Windischeschenbach einen Vorabendgottesdienst am nächstgelegenen Samstag zu feiern. Den Gottesdienst zelebrierte der KLB-Kreisseelsorger Pfarrer Gerhard Pausch. Unterstützt wurde er dabei von der Ministrantenband Parkstein, die die musikalische Gestaltung im voll besetzten Gotteshaus übernahmen. Die Band besteht aus 7 Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren, die sich zum Ziel gesetzt haben, ihre Freude an Gott und an ihrem Ministrantendienst musikalisch zum Ausdruck zu bringen. In der Predigt hielt Pfarrer Pausch einen kurzen Rückblick auf das Leben des Heiligen, der seine Familie verlassen hat, vom Familienvater und Bauern zum Einsiedler wurde, aber auch zum Ratgeber für anderen und zum Friedensheiligen. Sicherlich, so der Prediger, sei das kein Lebensentwurf für jeden von uns. Aber Klaus lebte die Verbindung von zwei Welten vor – politisches Wirken nach außen und die Beziehung zu Gott nach innen. Das ist etwas, was die wir auch heute tun können. Vor 75 Jahren trat das Grundgesetz in Kraft in dessen Präambel die Verantwortung vor Gott und den Menschen genannt ist, die diesem Gesetzeswerk zugrunde liegt. So sind auch Christen in der heutigen Zeit aufgefordert, sich gesellschaftlich und demokratisch zu engagieren, also auch zwei Welten zu verbinden, da Demokratie Impulse aus dem christlichen Menschenbild brauche, um der Verantwortung aus den Worten der Präambel gerecht zu werden. Im Anschluss dankte Willi Kellner, der Vorsitzende der KLB, für Vorbereitung und Gestaltung des Gottesdienstes und auch den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen. Im Gasthaus Rettinger klang der Abend bei Brotzeit und Getränken aus.


Weitere Artikel

north