Das 48. Medizinische Forum der Medizinischen Klinik II – der Kardiologie am Klinikum Weiden - stellte aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen der modernen Behandlung von Herzerkrankungen vor. Kooperationspartner waren die Ärztlichen Kreisverbände Weiden, Schwandorf, Tirschenreuth und Neustadt/WN. Im vollbesetzten Gustav-von-Schlör-Saal in der Max-Reger-Halle Weiden begrüßte der Vorsitzende des Ärztlichen Kreisverbandes Weiden, Dr. Markus Rechl, die Gäste und die Referenten. Prof. Christoph M. Birner, Chefarzt am Klinikum St. Marien in Amberg, stellte Neues zur Behandlung von Herzerkrankungen bei Patienten mit zusätzlicher Einschränkung der Nierenfunktion vor.
Dr. Mohamed Eltarahony, Oberarzt im Klinikum Weiden war Teilnehmer am weltweit größten Kardiologie-Kongress in München und berichtete über die neue Definition des Herzinfarktes. Er beschrieb das hieraus entstehende Risiko eines plötzlichen Herztodes. Mit einer speziellen „LifeVest“ kann die kritische Phase mit deutlich erhöhtem Risiko für einen rhythmus-bedingten plötzlichen Herztod überbrückt werden. Diese Zeit wird meist genutzt, um die optimale medikamentöse Therapie der Herzinsuffizienz zur Verbesserung der Pumpfunktion wirken zu lassen.
Die aktuellen Richtlinien zur Behandlung der Patienten mit Herzschwäche stellte Prof. Robert H.G. Schwinger, Chefarzt der Kardiologie am Klinikum Weiden, vor. Neben einer sogenannten Basistherapie, die alle Patienten mit Herzschwäche bekommen sollten, ist auch an interventionelle Therapieverfahren wie „das Clippen der Mitralklappe“ oder die Ablation bei Vorhofflimmern zu denken. Prof. Schwinger dankte als Organisator der Veranstaltung für die eng vernetzte Zusammenarbeit im Bereich Oberpfalz Nord, von Schwandorf bis Tirschenreuth.