Am 11. September vor 80 Jahren wurde Erzbischof Hans Schwemmer in Riggau bei Pressath geboren, der als päpstlicher Botschafter für Papua-Neuguinea und die Salomon-Inseln am 1. Oktober 2001 in Australien starb. Mit einem Gedenkgottesdienst in der Stadtpfarrkirche gedenkt die Pfarrgemeinde Pressath am Samstag, 27. September, ab 17 Uhr in der Pressather Stadtpfarrkirche ihres wohl prominentesten „Sohnes“, der sich durch sein karitatives Wirken für notleidende Menschen in Neuguinea einen Namen machte.

Zelebrant ist der emeritierte Erzbischof von Bamberg, Dr. Ludwig Schick, der mit Hans Schwemmer seit gemeinsamen Studienjahren in Rom befreundet war. Ein gemeinsamer Gedenkakt von Pfarrgemeinde und Stadt bei der Gedenkstele am Erzbischof-Schwemmer-Platz schließt sich an. Musikalisch umrahmt wird die Messfeier vom Sankt-Georgs-Chor mit der „Misa Criolla“ des argentinischen Komponisten Ariel Ramirez. Diese „Kreolische Messe“ gilt weit über die Grenzen Südamerikas hinaus als bedeutendstes Werk argentinischer Sakralmusik. Ramirez selbst beschrieb sie als ein Werk, „das dem Leben huldigt, das alle Menschen betrifft, unabhängig von ihren Glaubensrichtungen, ihrer Rasse, ihrer Hautfarbe und ihrer Herkunft. Ein Werk, das sich auf den Menschen bezieht, auf seine Würde und seinen Wert, auf die Freiheit und auf die Ehrfurcht, die der Mensch vor Gott als seinem Schöpfer hat.“

Mit der erstmaligen Aufführung der Messe im Jahre 2012 löste die Chorgemeinschaft St. Georg ein Versprechen ein, das sie Erzbischof Hans Schwemmer gegeben hatte. Schwemmer war dem Chor durch gemeinsame Projekte eng verbunden und hatte sich immer eine Aufführung der „Misa Criolla“ seines Freundes Ariel Ramirez gewünscht, dem er sich seit seiner Zeit in Buenos Aires sehr verbunden fühlte. In Erinnerung an ihn und die engen freundschaftlichen Beziehungen, und nicht zuletzt auch auf Wunsch seines Bruders Anton, soll diese Messe den festlichen musikalischen Rahmen für den Gedenkgottesdienst setzen.