Ein zweitägiges Treffen führte im Egerlandkulturhaus der Arbeitskreis Egerländer Kulturschaffender (AEK) durch- Auf dem umfangreichen Programm standen mehrere Vorträge, Gottesdienst, Film und gemütliches Beisammensein. Immer wieder wurde die „alte Heimat“ lebendig vot Augen geführt, wichtige Themen angesprochen.Für die Veranstaltung zeigte der stellvertretende Vorsitzende des AEK Helmüt Kindl verantwortlich. Höhepunkt war die Kulturpreisverleihung „Johannes von Tepl“ an Dr.Christian Hoyer aus Bubenreuth. Die Laudatio hielt der stellvertretende Bundeskulturwart Dr. Ralf Heimrath.
Umfangreich war die Darstellung des Preiträgers, der 50 Jahre alt ist und in Erlangen geboren wurde.Familiär ist Dr. Hoyer in der dreitten Generation ein Bubenreuther., in der Nähe von Erlangen. Die Großeltern brachten dem jungen Christian das Egerland nahe, stammen sie doch aus Schönbach im Egerland. Er war immer bemüht, das Musikerbe zu bewahren, spielt er doch seit mehr als 40 Jahren in der Egerländer Geigenbauerkapelle Bubenreuth. Nicht nur das musikalische Erbe, so der Laudator weiter, hat es ihm angetan:In vielen Museen ( Berlin, Markneukirchen, Herzogenaurach) stellte er seine Führungsfähigkeiten unter Beweis. Die Vielfalt seiner historischen Publikationen mit Bezug auf die Egerlländer führt von der Geschichte der früheren israelitischen Kultusgemeinde in Steingrub bei Eger über die Archivalienforschung zur Geschichte der Geigenbauersiedlung in Bubenreuth. Man hofft, dass im November das neue Museum „ Bubenreutheum“ eröffnet wird, zu dem Christian Hoyer die treibende Kraft ist. Schließlich ist er auch massgeblich an der Partnerschaft und am Brückenbau zum heutigen Luby, früher Schönbach, beteiligt.
Ausführlivh bedankte sivh der Preisträger für die Ehrung. Für ihn sei die Beziehung Bubenreuth –Schönbach immer präsent, auch pflege er die beiden Sprachen egerländisch und fränkisch, jeden Tag. Ihn habe immer die Aufarbeitung der politischen Geschiche gefesselt .
Ein weiteres Highligth der Tagung war die Eröffnung der Fotoausstellung „DENK MAL“
Dabei handelt es sivh um ein DENKMAL für eine Generation, die Vertreibung, Enteignung, Hass und Wut erfahren musste.Die Fotografin Susanne Dobler und die Texterin Ingrid Deistler haben sie iniziert und gestalttet.Die Ausstellung zeigt Menschen aus dem Sudetenland.. deren Kindheit und Jugend durch Krieg und Nachkriesgszeit geprägt wren. Sie waren, wie es im Flyer heißt, Teil der Millionen von Menschen, die vertrieben wurden oder geflohen sind und in einem vom Krieg zerstörten Deutschland eine neue Heimat finden mussten.Sie waren ein Teil derer, die verschleppt wurden, als Zwangsarbeiter oder unabkömmliche Arbeitskrfäte in der Heimat bleiben mußten.. die nun nicht mehr ihre „alte Heimat“ war. Die Portaits wurden auch vom Hinterkopf gezeigt, um anzudeuten „dass man uns nicht mehr sehen wollte“
Die freiberufliche Fotografin Susanne Dobler widmete diese Aussellung voll Dankbarkeit ihrer Mutter, die aus dem Egerland stammt. Die Mutter, die eine großartige Malerin und Persönlichkeit war, inspirierte sie als Fotografin und Fotokünstlerin. Heute arbeitet sie auch füt das ZDF und den Spiegel..
Auch die Wureln der Familie Deistler liegen im Egerland.Seit vielen Jahren engagiert sich Ingrid Deistler in der Egerländer Kulturarbeit für Mundart, Musik und Gesang.