Die Amberger Krippenfreunde besuchten in Pfreimd den Eixlberg. Mitglied Hans Paulus, ein Pfreimder, hieß die Besucher auf seinem Heimatberg herzlich willkommen. Herr Paulus führte die Gruppe in die Wallfahrtskirche St. Barbara auf dem Eixlberg und er erklärte ihnen die verschiedenen Besonderheiten der schönen Kirche. Bereits 1342 wurde durch Landgraf Ulrich II. von Leuchtenberg eine Kapelle zu Ehren der heiligen Barbara von Nikomedien errichtet. Leider wurde die Kapelle 1621 während des Dreißigjährigen Krieges niedergebrannt, aber bis 1625 wieder aufgebaut. 1698 ordnete Herzog Maximilian Philipp von Leuchtenberg einen größeren Neubau an, der 1700–02 unter Leitung des Maurermeisters Johann Maier durchgeführt wurde.
Eine historische Besonderheit ist die dortige Orgel. Sie wurde 1752 von Andreas Weiß (Nabburg) gebaut. Sie ist eines der drei erhaltenen Werke des Orgelbauers (Allersburg 1765 und Ast 1771). Die Orgel wurde 1972 von Eduard Hirnschrodt repariert und 1993 von August Hartmann renoviert.
Nach dieser interessanten Kirchenführung begaben sich die Gäste in die Emmausklause unterhalb des Gotteshauses. Vertreter des dort ansässigen Oberpfälzer Wald- und Verschönerungsvereins Pfreimd e.V. warteten mit einer deftigen Brotzeit und dazugehörigen Getränken auf. Die Krippenfreunde und ihre Angehörigen ließen es sich schmecken.
Nach der Verköstigung mussten sich die Besucher ein weiteres Mal in der Kirche einfinden. Reinhard Steindl überraschte alle mit einer selbst erstellten Präsentation über die Klosterkrippe von Pfreimd. Die Bilder stammten von der letzten Ausstellung des Klosters. Mit eindrucksvollen und detailreichen Aufnahmen stellte Steindl die monumentale Krippe des ehemaligen Franziskanerklosters vor. Die Barockkrippe mit hohem künstlerischem Wert wird auf das Jahr 1800 datiert und dem Südtiroler Schnitzer Johann Nepomuk Probst zugeschrieben. Auf beachtlichen 14 Metern Gesamtlänge werden mit 248 Figuren in zehn Einzelszenen die bekannten Gegebenheiten rund um Jesu Geburt bis zu Beginn seines öffentlichen Wirkens plastisch dargestellt. Die Krippenfreunde waren begeistert über die sehr informative und lehrreiche Präsentation.
Nach einer weiteren kurzen Einkehr in der Emmausklause begaben sich die Krippenfreunde wieder auf den Heimweg.