Es scheint sich in der Fachwelt herumzusprechen, dass das Nabburger Stadtarchiv über historisch bedeutsame Unterlagen bereits ab dem 14. Jh. verfügt. Daher besuchten Studentinnen und Studenten des Historischen Instituts der Friedrich-Schiller-Universität Jena das hiesige Archiv. Unter der Leitung ihres Dozenten Max Grund von der Professur für Mittelalterliche Geschichte unternahm die studentische „AG Rechnungen des Spätmittelalters” eine Exkursion durch die nördliche Oberpfalz. Ziel der Exkursion war es, die „Quellen der Oberpfalz vor Ort einzusehen und weiter zu forschen“.
Beim Archivbesuch in Nabburg ging es darum, Ratsprotokolle und Kämmerei-Rechnungen des 15. und 16. Jh. in Augenschein zu nehmen, um sie für künftige Forschungsprojekte an der Universität Jena auswerten zu können. Dabei erwiesen sich die vom ehrenamtlichen Archivar Bertram Sandner in jahrzehntelanger Arbeit erstellten Register als wahre Fundgrube, die kaum ein anderes Archiv besitzt.
Exemplarisch wurden Informationen zu einem Mord im 15. Jh., zur Kerzenherstellung im 16. Jh., sowie zum Nabburger Bürgerspital herausgesucht.
Im Anschluss gab es eine historische Stadtführung sowie einen kurzen Besuch im Stadtmuseum Zehentstadel.