Auf große Resonanz stieß die Informationsveranstaltung der Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Tännesberg mit Umgebung“ am Freitagabend im Hotel Wurzer in Tännesberg. Mehr als 140 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil, um sich über den geplanten Windkraftausbau in der Region zu informieren. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt, sodass zahlreiche Gäste die Veranstaltung sogar vom Flur aus verfolgen mussten. Der große Andrang machte deutlich, wie sehr das Thema Windkraft die Menschen in Tännesberg und Umgebung bewegt. Im Mittelpunkt des Abends standen die generelle Wirtschaftlichkeit von Windkraftanlagen in der Oberpfalz, die gesetzlichen Grundlagen des Ausbaus erneuerbarer Energien, mögliche Auswirkungen auf Mensch, Tier und Natur sowie die Frage, wer vor Ort tatsächlich von den Anlagen profitiert.
Die Referenten Thomas Beer und Martin Abel beleuchteten zunächst die Ausbauziele bei den erneuerbaren Energien und deren gesetzliche Grundlagen. Dabei ging es auch um die grundsätzliche Frage, ob für die Energiewende tatsächlich weitere Photovoltaik- und Windkraftanlagen in der Oberpfalz erforderlich sind und welchen Beitrag die Region bereits zum jetzigen Zeitpunkt hierfür leistet. Auch die Rolle der Windkraft innerhalb der Energiewende sowie die Entwicklungen in Europa und weltweit waren Gegenstand des Vortrags. Im nächsten Themenblock wurden ausgehend von verschiedenen Untersuchungen und Studien die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Menschen, Tiere und Natur thematisiert.
Im Anschluss berichtete Heike Hollmann von der BI „Gegenwind Tännesberg mit Umgebung“ über die aktuelle Situation in Tännesberg und die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem geplanten Windkraftausbau in und rund um den Ort. Besonders intensiv wurde die Frage der Bürgerbeteiligung betrachtet. Hollmann erläuterte verschiedene Beteiligungsmodelle und stellte die Frage, welche finanziellen Vorteile diese tatsächlich für die Bürger vor Ort bieten.
Die BI „Gegenwind Tännesberg mit Umgebung“ möchte sich künftig auch auf kommunaler Ebene für mehr Transparenz und eine stärkere Beteiligung der Bürger einsetzen. Deshalb plant die Initiative, einen Bürgerantrag an die Marktgemeinde Tännesberg zu stellen.